Stethoskop vor einem Plastikherz
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Borkenflechte

Was ist Borkenflechte?

Borkenflechte (Impetigo contagiosa) ist eine bakterielle Hautinfektion. Sie ist sehr ansteckend und wird auf dem Schmierweg übertragen. Die Krankheit tritt besonders häufig im Kindesalter auf. Verbreitet ist sie daher in Kindergärten und Schulen. Borkenflechte befällt gewöhnlich Gesicht, Arme und Beine der Betroffenen.

Wie wird Borkenflechte übertragen?

Die Krankheit wird durch direkten Menschenkontakt übertragen. Die Erreger halten sich auch in Handtüchern, auf Gläsern oder anderen Alltagsgegenständen auf. Werden diese von Infizierten und Gesunden gemeinsam benutzt, kommt es zur Übertragung.

Was sind die typischen Symptome?

Auf der Haut bildet sich ein juckender roter Ausschlag mit wasser- oder eitergefüllten Blasen. Nachdem diese platzen, bildet sich auf den Wunden gelblicher Schorf.

Wie behandelt man Borkenflechte?

Wenn Sie vermuten, dass sich Ihr Kind angesteckt hat, müssen Sie Ihren Arzt aufsuchen. Die gängige Behandlungsmethode einer Borkenflechte ist die Verabreichung eines Antibiotikums. Begleitend zur medikamentösen Therapie spielen hygienische Maßnahmen eine entscheidende Rolle. Waschen Sie sich häufig mit Wasser und Seife die Hände. Achten Sie beim Erkrankten und bei sich selbst auf kurz geschnittene Fingernägel. Das übliche Waschen von Handtüchern und Bettwäsche in der Waschmaschine (60° C) ist ausreichend.

Was können Sie selbst tun?

  • Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes genau. Ein vorzeitiges Abbrechen der Antibiotika-Therapie kann zu resistenten Bakterien führen.
  • Waschen Sie nach jedem Kontakt mit dem Erkrankten Ihre Hände gründlich mit Seife. Auf diese Weise entfernen Sie die infektiösen Keime.
  • Kurz geschnittene und saubere Nägel sind bei Kindern besonders wichtig. Kinder denken sehr oft nicht daran, dass sie sich gerade kratzen und gleich darauf etwas anderes oder jemand anderen anfassen. Kurze, saubere Fingernägel sind eine gute Hilfe, den Übertragungsweg zu unterbrechen.
  • Vermeiden Sie es, die Wunden zu berühren oder an den wunden Stellen zu kratzen, auch dann, wenn diese jucken. Durch Berührung und Kratzen werden die Bakterien verbreitet.

Wann sollten Sie währen der bestehenden Behandlung einen Arzt konsultieren?

  • Wenn sich der Schorf weiter ausbreitet oder immer röter und entzündeter wird.
  • Wenn der Schorf auch nach drei Tagen Behandlung nicht abheilt.
  • Wenn Fieber auftritt.
  • Wenn es nach der Medikamenteneinnahme zu Unwohlsein, Atemnot, Ausschlag, Schwellungen, Juckreiz oder Magenschmerzen kommt.

Das müssen Sie beachten: Es gilt das Infektionsschutzgesetz!

Eltern sind verpflichtet, die Leitung der Schule/Kindergarten über das Auftreten dieser Erkrankung bei ihrem Kind zu unterrichten.

Erkrankte dürfen bei ausreichender antibiotischer Behandlung durch einen Arzt nach 1-2 Tagen wieder in die Gemeinschaftseinrichtung gehen. Ansonsten muss bis zur Abheilung gewartet werden.