Stethoskop vor einem Plastikherz
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MRE Netzwerk

auf diesem Bild ist eine Veranstaltung des MRSA-Netzwerkes zu sehen

MRE steht für Multiresistente Erreger. Der bekannteste unter ihnen ist wohl der MRSA. Neben dem MRSA gibt es noch eine Vielzahl anderer Multiresistente Erreger. Diese Keime, die im Zusammenhang mit einer medizinischen ambulanten oder stationären Behandlung auftreten werden insbesondere durch den Einsatz von Antibiotika begünstigt.

Auch in den hiesigen Altenheimen und Krankenhäusern führen diese Erreger immer wieder zu Problemen, besonders bei immungeschwächten Patienten/innen.

Frühzeitig hat das Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss die Initiative ergriffen und Vertreter/innen der Rettungsdienste und Krankenhäuser an einen Tisch gebeten, um im Kreisgebiet gemeinsame Strategien zu entwickeln, Aufkommen und Ausbreitungen der MRE's entgegenzuwirken.

Im Jahr 2007 wurde dazu ein MRSA-Netzwerk gebildet und durch den Gesundheitsausschuss des Landkreistages NRW im Jahr 2008 gewürdigt. Dieses Gremium entsandte im Jahr 2008 eine Delegation, um die Arbeitsweise des Netzwerkes kennenzulernen.

Es konnten bereits eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte/innen, Rettungsdienste und Mitarbeiter/innen von Altenheimen
  • Infektiologische Empfehlungen an der Kreisleitstelle
  • Software-Demonstration
  • Umsetzung eines Flyers für Patienten/innen und Rettungsdienste
  • Entwicklung eines einheitlichen Überleitungsbogens
  • Kontakt zu Dialyseeinrichtungen
  • Standardisierte Screening-Maßnahmen

Seit Herbst 2009 ist das Gesundheitsamt mit Herrn Dr. Michael Dörr als "Workpackage-leader" für die Euregio Rhein-Maas Nord, in das Euregionale Netzwerk für Patientensicherheit und Infektionsschutz "EurSafety health-net" eingebunden. Dieses Projekt wurde während der Laufzeit von 5 Jahren von der Europäischen Union bezuschusst.

Abgelöst wurde das Projekt durch das laufende euregionale EurHealth-1Health- Projekt. Übergeordnetes Ziel bleibt weiterhin die Vermeidung von lebensgefährlichen Infektionen mit resistenten Mikroorganismen. Dies wird realisiert durch den Auf- und Ausbau grenzübergreifender gemeinsamer Qualitätsverbunde aus Krankenhäuser, Arztpraxen, Gesundheitsämtern, Krankenkassen und anderen Akteuren der Gesundheitsbranche

Zur Euregio gehören die Städte Krefeld und Mönchengladbach sowie die Kreise Viersen und Wesel, die jeweils als Teilnehmer dem Projekt beigetreten sind.

Alle Informationen zum laufenden und zum vorherigen Projekt, dessen Ziele, Aktionen, Termine und Ansprechpartner finden Sie unter folgenden Adressen:

  • http://www.eurhealth-1health.eu/de/startseite/
  • https://www.eursafety.eu/