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Rijeka (Kroatien) und Galway (Irland) sind Europas Kulturhauptstädte 2020

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In diesem Jahr sind die Städte Rijeka (Kroatien) und Galway (Irland) die beiden Kulturhauptstädte Europas.

Rijeka ist die erste kroatische Kulturhauptstadt Europas (da Kroatien erst seit 2013 Mitglied in der EU ist), dies soll nach dem Willen der Europäischen Kommission der Stadt internationale Sichtbarkeit geben, die auch auf den gesamten Westbalkan ausstrahlen soll. Das Motto des Jahres ist "Hafen der Vielfalt", und konzentriert sich auf die Themen Wasser, Arbeit und Migration mit Hunderten von Projekten mit 250 Partnern aus 40 Ländern. Die Eröffnungsfeierlichkeiten finden am 01. und 02. Februar 2020 statt.

Galway ist die dritte Stadt in Irland, die den Titel "Kulturhauptstadt Europas" trägt (nach Dublin 1991 und Cork 2005). Das Kulturprogramm steht unter dem Motto "Let the Magic in" und untersucht die Themen Sprache, Landschaft und Migration.

Die für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend zuständige EU-Kommissarin, Mariya Gabriel, wünschte den beiden Städten viel Erfolg und sagte: "Die Initiative 'Kulturhauptstadt Europas' bringt Menschen zusammen und unterstreicht die Rolle der Kultur bei der Förderung der Werte, auf denen unsere Europäische Union beruht: Vielfalt, Respekt, Toleranz und Offenheit".

Hintergrund:

Die Initiative "Kulturhauptstadt Europas" wurde 1985 von der damaligen griechischen Kultusministerin, Melina Mercouri, eingeleitet, die heute zu den bedeutendsten kulturellen Initiativen der EU gehört. Die Städte werden auf der Grundlage eines Kulturprogramms ausgewählt, das eine deutliche europäische Dimension aufweisen, die Mitwirkung und aktive Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger der Stadt fördern und zur langfristigen Entwicklung der Stadt und ihrer Region beitragen muss. Die Städte werden in einem zweistufigen europäischen Verfahren ausgewählt.

Die Europäische Kommission weist zusätzlich daraufhin, dass der Titel "Kulturhauptstadt Europas" den jeweiligen Städten auch eine Gelegenheit biete, ihr Image zu verbessern, ihr Profil in der Welt zu schärfen, mehr Touristen anzuziehen und ihre Entwicklung aus einer kulturellen Perspektive neu zu bewerten. Der Titel habe eine langfristige Wirkung, nicht nur kulturell, sondern auch sozial und wirtschaftlich, und zwar sowohl für die Städte selbst als auch für die Region.

Die Kulturhauptstädte erhalten für die Organisation und Durchführung ihres Kulturprogramms eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 1,5 Mio. € aus dem EU-Programm "KREATIVES EUROPA".

In den kommenden Jahren werden folgende Städte den Titel tragen: 2021 Timişoara (Rumänien), Elefsina (Griechenland) und Novi Sad (Serbien, Kandidatenland), 2022 Esch (Luxemburg) und Kaunas (Litauen) und 2023 Veszprém in Ungarn sowie 2024 Tartu (Estland), Bad ischl (Österreich) und Bode (Norwegen).

Deutsche Kulturhauptstadt Europas in 2025

Im Jahr 2025 wird es wieder eine deutsche Kulturhauptstadt geben: Im Dezember sind Chemnitz, Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg in die Endauswahl im Wettbewerb für die deutsche "Kulturhauptstadt Europas" 2025 gekommen. Eine entsprechende Empfehlung hatte eine Jury aus unabhängigen Fachleuten abgegeben. Beworben hatten sich außerdem Dresden, Gera und Zittau.

Wenn die zuständigen deutschen Behörden die Empfehlung der Jury offiziell bestätigt haben, haben die Städte bis zum Sommer Zeit, ihre Bewerbungen zu vervollständigen. Die Jury tritt im September 2020 wieder in Berlin zusammen, um eine Empfehlung dazu abzugeben, welche der Städte Deutschlands Kulturhauptstadt 2025 werden soll.

Damit stellt Deutschland nach 1988 (West-Berlin), 1999 (Weimar) und 2010 (Essen/Ruhrgebiet) zum vierten Mal eine Kulturhauptstadt Europas. Die zweite Kulturhauptstadt in 2025 wird aus Slowenien kommen, dort erfolgt die Vorauswahl im Februar 2020.

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 06.01.2020