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450 Milliarden Euro in der EU generiert: Juncker-Plan mobilisiert Investitionen

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Nach den jüngsten Zahlen vom November 2019 wird die Europäische Investitionsoffensive ("Juncker-Plan") voraussichtlich 450,6 Mrd. Euro an Investitionen in der EU generieren. Im November beliefen sich die im Rahmen des Juncker-Plans genehmigten Finanzierungen auf 83,2 Mrd. Euro in den 28 Mitgliedstaaten, die etwa das Fünffache an privaten Investitionen freisetzen. Mehr als eine Million (1.042.890) Start-ups und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sollten von einem besseren Zugang zu Finanzmitteln profitieren. Derzeit sind Griechenland, Estland, Portugal, Bulgarien, Polen und Portugal die fünf Länder mit den höchsten Investitionen im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung.

Die Investitionsoffensive für Europa, der sogenannte Juncker-Plan, verfolgt drei Ziele, nämlich die Beseitigung von Investitionshindernissen, die Bekanntmachung und technische Unterstützung von Investitionsprojekten und die intelligentere Nutzung der finanziellen Ressourcen. Der Plan stützt sich auf drei Säulen:

  • Den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI), der mit einer EU-Garantie private Investitionen mobilisieren soll. Dazu unterhält die Kommission eine Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) als strategischem Partner.
  • Die europäische Plattform für Investitionsberatung und das europäische Investitionsvorhabenportal, die durch technische Hilfe und eine stärkere Bekanntmachung von Investitionsmöglichkeiten zur Verwirklichung vorgeschlagener Investitionsprojekte beitragen sollen. Die Plattform wird gemeinsam mit der EIB-Gruppe betrieben.
  • Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen durch Beseitigung regulatorischer Investitionshemmnisse auf nationaler und auf europäischer Ebene.

Die makroökonomischen Auswirkungen der im Rahmen des Juncker-Plans finanzierten EIB-Investitionen sind deutlich spürbar. So stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der EU um 0,9 Prozent und schuf 1,1 Mio. neue Arbeitsplätze im Vergleich zum Basisszenario. Bis 2022 wird das BIP der EU durch den Juncker-Plan um 1,8 Prozent gewachsen sein und 1,7 Millionen Arbeitsplätze geschaffen haben.

In Deutschland beläuft sich das Gesamtfinanzierungsvolumen aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) auf 7,3 Mrd. Euro und soll 31,2 Mrd. Euro an Folgeinvestitionen mobilisieren.

Aufbauend auf den Erfolg des Juncker-Plans soll das Folgeprogramm "InvestEU" aus dem nächsten langfristigen EU-Haushalt Investitionen, Innovation und die Schaffung von Arbeitsplätzen in Europa weiter ankurbeln und mindestens weitere 650 Mrd. Euro an zusätzlichen Investitionen freisetzen. Das Programm führt den Europäischen Fonds für strategische Investitionen und 13 weitere EU-Finanzierungsinstrumente, die derzeit Investitionen in der EU fördern, unter einem Dach zusammen, wodurch der Zugang zu EU-Mitteln einfacher und effizienter wird.

Quelle und weitere Informationen:

  • https://ec.europa.eu/germany/news/20191125-juncker-plan_de
  • https://ec.europa.eu/commission/priorities/jobs-growth-and-investment/investment-plan-europe-juncker-plan/what-investment-plan-europe_de