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Europäische Union bekräftigt ihr besonderes Engagement für den Klimaschutz - Europäische Kommission verabschiedet vor UN-Klimagipfel eine Mitteilung

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Kurz vor Beginn des UN-Klimagipfels in New York hat die Europäische Kommission eine Mitteilung veröffentlicht, in der sie noch einmal ihre Vorreiterrolle für den Umweltschutz bekräftigt. So weist sie in dem Papier daraufhin, dass die EU als erste große Volkswirtschaft einen rechtsverbindlichen Rahmen geschaffen habe, um den im Rahmen des Klimaschutzabkommens von Paris gemachten Zusagen nachzukommen; außerdem sei sie entschlossen, eine emissionsarme Wirtschaft zu schaffen, die bis 2050 klimaneutral sein soll, d.h. keine Treibhausgasemissionen mehr produzieren wolle.

Die Europäische Kommission fühlt sich in ihrem Engagement von der jüngsten Eurobarometer-Umfrage bestätigt, danach sehen 93 Prozent der Menschen in Europa den Klimawandel als "schwerwiegendes Problem" an, und 92 Prozent sprechen sich für eine klimaneutrale EU bis 2050 aus. Ein Drittel der befragten deutschen Bürger/innen (EU28: 23 Prozent) - und damit mehr als doppelt so viele wie noch 2017 - sehen den Klimawandel als das schwerwiegendste Problem an, dem die Welt insgesamt gegenübersteht, erst danach werden Armut, Hunger und der Mangel an Trinkwasser genannt.
Diese Einstellung spiegelt sich auch im persönlichen Verhalten der Menschen wider. So achten in Deutschland 63 Prozent der Menschen beim Kauf von Haushaltsgeräten auf deren Energieverbrauch, das sind 20 Prozent mehr als noch 2017 - und liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt von 48 Prozent.

Hintergrund:

Gemeinsam mit den EU-Mitgliedstaaten arbeitet die Europäische Kommission zur Zeit daran, bis 2020 eine langfristige Strategie zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Dieses Ziel steht in dem Papier der Europäischen Kommission vom November 2018 für eine wohlhabende, moderne, wettbewerbsfähige und klimaneutrale Wirtschaft (das die EU-Mitgliedstaaten im Juni 2019 mit großer Mehrheit gebilligt hatten, siehe hierzu "Europäische Kommission legt langfristige Vision für ein klimaneutrales Europa bis 2050 vor" vom 29.11.2018).

Die Europäische Kommission betont, dass sie bereits jetzt Erfolge vorweisen könne: so hätten sich die Treibhausgasemissionen zwischen 1990 und 2017 um 23 Prozent reduziert, und das bei einem Wirtschaftswachstum von 58 Prozent. Gleichzeitig betont sie, dass die EU aktuell nur 9 Prozent der weltweiten Gesamtemissionen produziere und sich daher gleichzeitig als weltweit größter Geber in den Bereichen Entwicklungshilfe und Klimaschutzfinanzierung engagiere, um Entwicklungshilfeländern bei ihren Bemühungen um Umwelt- und Klimaschutz zu unterstützen.

Eurobarometer-Umfrage unter den Bürgerinnen und Bürgern Europas

Vor dem Klimagipfel der Vereinten Nationen hat die Europäische Kommission eine Eurobarometer-Sonderumfrage zum Thema Klimapolitik und Energie durchführen lassen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger in allen EU-Staaten Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels mit überwältigender Mehrheit positiv gegenüberstehen und sich von der EU und nationalen Entscheidungsträgern nicht nur mehr Ehrgeiz in diesem Bereich, sondern auch eine Stärkung der Energiesicherheit Europas wünschen.

Der Anteil der Bürgerinnen und Bürger Europas, die für sich selbst Klimaschutzmaßnahmen ergriffen haben, hat in sämtlichen Mitgliedstaaten zugenommen und liegt derzeit EU-weit durchschnittlich bei 93 Prozent. Zudem macht die Auswertung deutlich, dass die EU-Bürger/innen von nationalen Regierungen erwarten, dass sie ihre eigenen Ziele in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energie höher ansetzen (92 Prozent) und mehr öffentliche Mittel für erneuerbare Energien bereitstellen (84 Prozent). Eine deutliche Mehrheit der Europäerinnen und Europäer (72 Prozent) ist der Ansicht, dass sich eine Verringerung der Energieimporte positiv auf die Wirtschaft und die Energiesicherheit auswirken würde und 92 Prozent halten es für die Pflicht der EU, die Energieversorgung aller EU-Bürgerinnen und -Bürger zu gewährleisten.

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 11.09.2019