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Milch-, Obst- und Gemüseprogramm der Europäischen Kommission für Schulen in der EU läuft weiter

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Auch in diesem Schuljahr laufen die EU-Programme für Milch, Obst und Gemüse weiter. In jedem Schuljahr stellt die Europäische Kommission insgesamt 250 Mio. für die Programme bereit, für den Zeitraum 2019 bis 2020 sind 145 Mio. Euro für Obst und Gemüse und 105 Mio. Euro für Milch und Milcherzeugnisse vorgesehen. Nach Auskunft der Europäischen Kommission erhält Deutschland im Schuljahr 2019/2020 ca. 25 Mio. Euro für Schulobst und -gemüse und ca. 11 Mio. Euro für Schulmilch. Die Programme sollen die Schulen für ein gesundes Essverhalten bei Kindern einsetzen, diese umfassen daher auch spezielle Bildungsprogramme, um den Schüler/innen die Bedeutung einer gesunden Ernährung zu vermitteln. Dadurch soll ein Verständnis geschaffen werden, wie Nahrungsmittel erzeugt werden.

Die Teilnahme an den Programmen ist freiwillig, manche EU-Mitgliedstaaten nehmen an allen drei Programmen teil, andere zumindestens an einem der drei Programme, und stocken die Finanzmittel teilweise mit eigenen Mitteln auf. Die Mitgliedstaaten entscheiden über die Art und Weise der Umsetzung, d.h. welche Produkte die Kinder erhalten oder welches pädagogische Angebot gemacht wird. Die Europäische Kommission gibt allerdings vor, dass die Auswahl der Produkte auf Erwägungen der Gesundheit und der Umwelt basieren muss, jeweils abhängig von der Saison und damit der Verfügbarkeit, gleichzeitig muss eine gewisse Vielfalt sichergestellt sein.

Zusätzlich bietet die Europäische Kommission ein Unterrichtspaket für Lehrer/innen über Lebensmittel, Umwelt und ländliche Gebiete an. Dieses Paket umfasst eine Sammlung von direkt einsetzbaren Unterrichts- und Lernmaterialien zur Sensibilisierung von jungen Europäerinnen und Europäern im Alter von 11 bis 15 Jahren zur Bedeutung von Ernährung und Landwirtschaft in der EU.

Der für Landwirtschaft zuständige EU-Kommissar Phil Hogan sagte anlässlich der Bekanntgabe: "Es ist überaus wichtig, bereits in jungen Jahren gesunde Ernährungsgewohnheiten zu entwickeln. Dank des Schulprogramms der EU erhalten unsere jungen Bürgerinnen und Bürger nicht nur hochwertige europäische Produkte, sondern lernen auch mehr über Ernährung, Landwirtschaft, die Herstellung von Lebensmitteln und die viele Arbeit, die dahinter steckt."

Im vergangenen Schuljahr 2017/2018 haben über 20 Mio. Kinder - ca. 20 Prozent aller Kinder in der gesamten EU - von diesen Programmen profitiert. Auch in NRW profitieren Schulen von den genannten Programmen. Nach Auskunft der zuständigen Auskunftsstelle im MULNV NRW (bei der zugleich die jährlich zu stellenden Anträge einzureichen sind), teilt sich das EU-Schulprogramm NRW in zwei Teile auf:

EU-Schulmilchprogramm

Dieses Programm ist für alle Schulen und Kitas im Land NRW zugänglich und beinhaltet bei einer erfolgreichen Bewerbung die kostengünstige Belieferung mit Schulmilch für fünf Tage die Woche (Elternbeitrag erforderlich). Eine Bewerbung unter diesem Programm ist jederzeit möglich, daher versendet das MULNV keine gesonderten Hinweise über die Schulämter; Informationen hierzu finden Sie auf der web-site: https://www.schulobst-milch.nrw.de

EU-Schulobst- und gemüseprogramm

Dieses Programm richtet sich nur an Grund- und Förderschulen; bei einer erfolgreichen Bewerbung erhalten Schulen an 3 Tagen in der Woche 100g pro Kind kostenlose Obst- und Gemüselieferungen. Eine Information über das Programm erfolgt über die Schulämter und "Schule NRW", in der es auch Hinweise für die Bewerbung gibt.

Nach Auskunft des MUNLV führt eine einmalige erfolgreiche Bewerbung zu einer "Dauerbewilligung". Da hierdurch aber immer wieder dieselben Schulen eine Zusage erhalten und andere Schulen außen vorbleiben, überlegt das MULNV ab 2019 das Bewerbungsverfahren zu ändern; ob es bei dem alten Verfahren bleibt oder sich etwas ändert, erfahren Sie auf der o.g. web-site unter dem "Infokasten".

Auskünfte zu beiden Programmen erhalten Sie auch telefonisch beim MULNV-Schulprogrammteam, jeweils Montags bis Donnerstags, 09:30 - 11:30 Uhr und Dienstags, 13:30 bis 15:00 Uhr unter der Telefon-Nummer: 0211-4566-918 und für das Schulobst- und gemüseprogramm unter der E-Mail-Adresse: schulobst@mulnv.nrw.de; für das Schulmilchprogramm können Sie sich auch an die folgende E-Mail-Adresse wenden: schulmilch@mulnv.nrw.de

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 02.09.2019