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Europäische Kommission fördert Plattform für Künstliche Intelligenz für Unternehmen und Behörden

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Am 09. Januar 2019 haben 79 Partner aus 21 Ländern ihre gemeinsame Arbeit an einer umfassenden Plattform zu Künstlicher Intelligenz begonnen. Das so genannte AI4EU-Projekt wird mit EU-Finanzmitteln in Höhe von 20 Mio. Euro gefördert. Mitglieder der Plattform sind u.a. Siemens, SAP, die Allianz, die TU Berlin, die Fraunhofer Gesellschaft und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), geleitet wird das Projekt von dem französischen Unternehmen Thales.

Mit der Plattform, die im Laufe des Jahres 2019 eingerichtet wird, soll eine Anlaufstelle für Ressourcen für Künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) einschließlich Datenspeicher, Rechenleistung, Werkzeuge und Algorithmen geschaffen werden. Die Plattform soll potenzielle Nutzer der Technologie unterstützen und helfen, KI-Lösungen zu testen und in ihre Prozesse, Produkte und Dienstleistungen zu integrieren. Gleichzeitig wird AI4EU, die auf Wunsch der Europäischen Kommission eine offene und kollaborative Plattform sein wird, auch Fortbildungs- und Umschulungskurse anbieten.

Das AI4EU-Projektteam wird nach Mitteilung der Europäischen Kommission eng mit den Digital Innovation Hubs für Robotik und dem zukünftigen Netzwerk von KI-Exzellenzzentren zusammenarbeiten, um den Zugang zur KI-Technologie weiter zu erleichtern.

Am 25. April 2018 stellte die Kommission ihre Strategie für künstliche Intelligenz vor und kündigte die Entwicklung der AI-on-Demand-Plattform an. Insgesamt erhöht die Kommission ihre Investitionen in Forschung und Innovation im Bereich der künstlichen Intelligenz im Rahmen des Programms Horizont 2020 für den Zeitraum 2018-2020 auf 1,5 Mrd. Euro.

Der Vizepräsident der EU-Kommission für den digitalen Binnenmarkt, Andrus Ansip, und die für digitale Wirtschaft und Gesellschaft zuständige Kommissarin Mariya Gabriel sagten dazu: "Europa kann die Vorteile von KI-Innovationen nur dann voll ausschöpfen, wenn diese Technologie für alle leicht nutzbar ist. Das Projekt AI4EU wird dazu beitragen, die KI für kleine Unternehmen, Nicht-Technologieunternehmen und öffentliche Verwaltungen in ganz Europa zugänglich zu machen."

Öffentliche Konsultation zu ethischen Leitlinien für Künstliche Intelligenz

Im vergangenen Jahr hatte die Europäische Expertengruppe für Künstliche Intelligenz einen Entwurf von selbst erarbeiteten Ethikleitlinien für Künstliche Intelligenz (KI) vorgelegt. Insgesamt 52 Expert/innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft hatten in dem Papier dargelegt, wie Entwickler und Nutzer von KI sicherstellen können, dass diese die Grundrechte, das geltende Recht und die Grundprinzipien der EU respektiert.

Die Diskussionen finden über die European AI Alliance statt, der Plattform Künstliche Intelligenz in der EU. Im März 2019 wird die Expertengruppe der Europäischen Kommission ihren abschließenden Entwurf für Ethik-Leitlinien vorlegen. Die Kommission wird diese dann analysieren und Vorschläge für das weitere Vorgehen machen.

Die Europäische Kommission verfolgt das Ziel, den ethischen Ansatz der Europäischen Union zu KI auch global voranzutreiben; sie betont daher ausdrücklich die Öffnung der Zusammenarbeit für alle Nicht-EU-Länder, die bereit sind, die gleichen Werte wie die EU zu teilen.

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 09.01.2019
  • EU-Aktuell vom 14.01.2019