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Eurostat veröffentlicht "Jahrbuch der Regionen 2018"

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Das Statistische Amt der Europäischen Union (Sitz Luxemburg) gibt jedes Jahr ein Jahrbuch der Regionen heraus, in dem interessierte Bürgerinnen und Bürger grundlegende Informationen zu den 276 Regionen in den 28 EU-Mitgliedsländern nachlesen können. Unter 14 Überschriften wie Regionalpolitik, Bevölkerung, Gesundheit, Erziehung und Bildung, Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Forschung und Innovation, Digitale Wirtschaft und Gesellschaft und Landwirtschaft geben die gesammelten Daten Auskunft über die regionalen Unterschiede.

So schneiden die deutschen Regionen in den o.g. Bereichen sehr unterschiedlich ab. Die Region Oberbayern, reichste Region in der EU, weist eine hohe Beschäftigungsquote auf, während Berlin im Vergleich ein geringes Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufweist.

Das Jahrbuch lässt erkennen, dass fast die Hälfte der EU-Bevölkerung überwiegend in städtischen Gebieten lebt und dass in der EU insgesamt die Städte wachsen. So haben Polen und Deutschland große Städte während Frankreich und das Vereinigte Königreich monozentrischer sind und die Städte Paris und London weiter wachsen.

Die Regionen Oberbayern und Tübingen weisen eine Beschäftigungsquote von über 80 Prozent auf und liegen damit im Vergleich unter den Top Fünf der Regionen in der EU. Dagegen hatte Berlin als einzige Hauptstadt in der EU ein BIP unter dem nationalen Durchschnitt.

Im westlichen Teil der EU sind tendenziell höhere Beschäftigungsquoten in ländlichen Regionen zu verzeichnen; auch in Deutschland sind in ländlichen Gebieten 82 Prozent der Menschen im erwerbsfähigen Alter in Beschäftigung, in den Städten sind es 77 Prozent. Dagegen sind in den östlichen Gebieten der EU und in den drei baltischen Staaten die Beschäftigungsquoten in den Städten höher als in ländlichen Gebieten.

Was die Nutzung von Internet angeht, ist bei 54 Prozent der Bevölkerung im Alter zwischen 16 und 74 Jahren zu beobachten, dass sie an sozialen Netzwerken teilnehmen (z.B. Facebook, Twitter, Instagram). In Deutschland gibt es hier deutliche Unterschiede, so nutzen über 50 Prozent der Einwohner von Berlin soziale Netzwerke, in Brandenburg sind es nur 38 Prozent der Bevölkerung.

Die im Jahrbuch 2018 präsentierten Zahlen wurden im März und April 2018 aktualisiert)

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 13.09.2018
  • web-site zum Jahrbuch