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Europäische Kommission lädt zur öffentlichen Konsultation zum Thema vernetzte und automatisierte Mobilität ein

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Die Europäische Kommission hat am 25.10.2018 zu einer öffentlichen Konsultation zu den wichtigsten Anforderungen an die vernetzte und automatisierte Mobilität aufgerufen. Ausgehend von drei Kernbereichen - Daten, Cybersicherheit und Nutzung von kommerziellen 5G-Frequenzbändern - möchte die Europäische Kommission von der allgemeinen Öffentlichkeit und der betroffenen Fachwelt erfahren, wo die größten Herausforderungen beim Einsatz vernetzter und automatisierter Autos heute liegen.

Pkw und andere Fahrzeuge sind zunehmend mit Sensoren, Fahrerassistenzsystemen, Internetanbindung usw. ausgestattet und werden dadurch zunehmend vernetzt, intelligent und autonom. Diese Autos tauschen Informationen mit anderen ähnlichen Fahrzeugen, der Straßeninfrastruktur oder entfernten Datenbanken mit dem Ziel aus, neue Mobilitätsdienste bereitzustellen. Nach Ansicht der Europäischen Kommission werden völlig autonome Fahrzeuge bald Wirklichkeit sein.

Die Konsultation will in diesem Zusammenhang Bedrohungen für die Cybersicherheit und Vertrauensprobleme, Aspekte der Datenverwaltung (z.B. Governance-Modelle, Grundsätze für den Austausch von Fahrzeugdaten), sowie Bedürfnisse des Schutzes der Privatsphäre und des Datenschutzes und die verschiedenen Aspekte des Technologiebedarfs untersuchen. Ziel ist es, am Ende Akzeptanz und Vertrauen in zukünftige autonome Mobilitätsmodelle zu schaffen.

Die Ergebnisse der Konsultation werden in eine politische Empfehlung im Rahmen des Dritten Mobilitätspaketes einfließen. Die Europäische Kommission verfolgt das langfristige Ziel einer vernetzten und automatisierten Mobilität, die den Verkehr sicherer, sauberer, billiger und zugänglicher macht. Dazu sollen Fahrzeuge miteinander und mit der Straßeninfrastruktur enger vernetzt werden und die Grundlage für autonome Mobilitätsdienste bilden; dies würde insbesondere älteren Menschen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugutekommen.

Die Konsultation richtet sich neben der breiten Öffentlichkeit an betroffene Interessenträger wie Automobilhersteller, Netzanbieter, Dienstleister, Telekommunikationsanbieter, Endanwender, Behörden, Gesundheitswesen und Organisationen der Zivilgesellschaft.

Anlässlich der Vorstellung der Öffentlichen Konsultation sagte die für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft zuständige EU-Kommissarin, Mariya Gabriel: "Wir sollten die digitalen Technologien zur Verbesserung des Lebens unserer Bürgerinnen und Bürger nutzen. Gerade bei der Mobilität gibt es noch großes Verbesserungspotenzial. Diese Konsultation wird uns dabei helfen, unsere Politik in diesem Bereich so zu entwickeln, dass die den Bedürfnissen und Erwartungen der Menschen entspricht."

Die Konsultation läuft bis zum 05. Dezember 2018.

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 25.10.2018