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Europäische Kommission stellt für die Durchführung des EU-Programms Erasmus+ in 2019 3 Milliarden Euro zur Verfügung - Förderung von Europäischen Hochschulallianzen

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Die Europäische Kommission hat am 24.10.2018 eine Aufforderung zur Einreichung von Anträgen im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ für 2019 veröffentlicht. Erasmus+ ist das Programm der EU für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, das im kommenden Jahr mit Finanzmitteln in Höhe von 3 Mrd. Euro um 300 Mio. Euro höher ausgestattet sein wird als 2018, das entspricht einer Erhöhung um 10 Prozent

Die Europäische Kommission hat am 24.10.2018 eine Aufforderung zur Einreichung von Anträgen im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ für 2019 veröffentlicht. Erasmus+ ist das Programm der EU für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, das im kommenden Jahr mit Finanzmitteln in Höhe von 3 Mrd. Euro um 300 Mio. Euro höher ausgestattet sein wird als 2018, das entspricht einer Erhöhung um 10 Prozent. Im Rahmen des Aufrufs können öffentliche und private Einrichtungen EU-Fördermittel beantragen. Außerdem können Gruppen von jungen Menschen, die in der Jugendarbeit tätig sind, für Projekte Fördermittel erhalten.

Zusammen mit der Ausschreibung hat die Europäische Kommission am selben Tag den Programmleitfaden zu Erasmus+ für das kommende Jahr veröffentlicht (gibt Auskunft zu den verschiedenen Unterprogrammen und die dazugehörigen Antrags- und Bewilligungskriterien).

Im Rahmen dieser Aufforderung wird die Europäische Kommission ebenfalls ein Pilotprogramm zur Unterstützung von sechs europäischen Hochschulzusammenschlüssen ausschreiben; diese Allianzen sollen aus mindestens drei Hochschuleinrichtungen aus drei EU-Ländern bestehen. Für Hochschulzusammenschlüsse, die ihre Kooperation zwischen dem 01. September und dem 01. Dezember 2019 aufnehmen wollen, müssen die entsprechenden Förderanträge bis zum 28. Februar 2019 bei der in Brüssel ansässigen Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur eingegangen sein. Ziel des Programms ist, durch die Kooperation der Hochschulen eine europäische Identität entstehen zu lassen und zugleich wissenschaftliche Exzellenz zu fördern; dadurch sollen die Hochschulen in Europa wettbewerbsfähiger werden.

Eine zweite Ausschreibung soll in 2020 folgen, um dann bis 2024 zwanzig Hochschulallianzen fördern zu können.

Anlässlich der Bekanntgabe der Aufrufe sagte der für Bildung, Kultur, Jugend und Sport zuständige EU-Kommissar Tibor Navracsics: "Die Europäische Kommission ist dabei, ihre gegenüber den Mitgliedstaaten eingegangene Verpflichtung umzusetzen, bis 2025 einen europäischen Bildungsraum zu schaffen. Wir arbeiten auf ein Europa hin, in dem Lernen, Studieren und Forschen nicht durch Grenzen blockiert werden. Es soll im Bildungswesen keine Mauern mehr bei Exzellenz, Innovation und Inklusion geben. Die Initiative ‚Europäische Hochschulen‘ hat ganz klar das Potenzial, die Hochschullandschaft in Europa zu verändern, und ich bin stolz darauf, dass wir hierzu durch das Programm Erasmus+ einen starken Impuls geben."

Hintergrund:

Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. Es fasst die bisherigen EU-Programme für lebenslanges Lernen und Jugend sowie die europäischen Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammen und ist für den Zeitraum 2014 bis 2020 mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Mehr als vier Millionen Menschen sollen nach dem Willen der Europäischen Kommission bis 2020 von den EU-Mitteln profitieren. Das Programm soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Kinder- und Jugendhilfe voranbringen.

Für die Europäische Kommission ist das Erasmus-Programm eine Erfolgsgeschichte. In mehr als 30 Jahren hat das Erasmus-Programm über 9 Millionen Studierenden, Mitarbeitern, Lernenden, Auszubildenden und Freiwilligen ermöglicht, im Ausland zu studieren, eine Ausbildung zu absolvieren oder weiter zu lernen.

Erasmus+ setzen in Deutschland vier sog. Nationale Agenturen um. Sie sind Ansprechpartner für Projektberatung und Antragstellung (link: https://www.erasmusplus.de/wer-wir-sind/).

Ziel aller Bemühungen ist der Aufbau eines europäischen Bildungsraums bis 2025, hierzu soll ein Netz von europäischen Universitäten geknüpft werden. Diese Initiative wurde auf dem Sozialgipfel in Göteborg im November 2017 von den Staats- und Regierungschefs gebilligt.

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 24.10.2018