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Europäische Kommission plant für die kommende Finanzperiode die Verdopplung der Finanzmittel für das Programm Erasmus+

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Die Europäische Kommission plant, im Rahmen der nächsten Finanzperiode (2021-2027) die Finanzmittel für das Erasmus+-Programm zu erhöhen und hat am 30.05.2018 eine Verdopplung auf 30 Mrd. Euro vorgeschlagen. Mit den doppelten Mitteln soll das Programm wichtige bildungspolitische Ziele der Zukunft unterstützen, z.B. einen europäischen Bildungsraum bis 2025 schaffen und durch eine Jugend-, Bildungs- und Kulturpolitik eine eigene europäische Identität stärken. Das Budget teilt sich nach den Plänen der Europäischen Kommission in drei Bereiche auf: Allgemeine und berufliche Bildung (25,9 Mrd. Euro), Jugendbereich (3,1 Mrd. Euro) und Sport (550 Mio. Euro).

Für das neue Erasmus+-Programm hat die Europäische Kommission vier Ziele:

Mehr Begünstigte: Durch die Verdopplung des Programmhaushalts sollen im Zeitraum 2021-2027 bis zu 12 Millionen Menschen unterstützt werden - drei Mal so viele wie im laufenden Finanzierungszeitraum. Zu den Zielgruppen gehören Schüler, Hochschulstudierende, Auszubildende, Lehrkräfte, Ausbilder, Jugendarbeiter, Sporttrainer, aber auch Lernende in der beruflichen Bildung sowie Lehrkräfte in der Erwachsenenbildung, zum Beispiel Teilnehmer an ErasmusPro.

Besserer Zugang für Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft: Dank neuer Formate und eines vereinfachten Zugangs für kleinere und Basisorganisationen wird es für Menschen aus benachteiligten Verhältnissen einfacher, an dem neuen Programm teilzunehmen.

Stärkere Beziehungen zum Rest der Welt: Mobilität und Zusammenarbeit mit Drittländern werden dank einer Kombination aus physischer, gemischter und virtueller Mobilität gefördert.

Stärkere europäische Identität durch Reisen: Die neue Initiative DiscoverEU gibt jungen Menschen die Möglichkeit, das Kulturerbe und die Vielfalt Europas zu entdecken.

Hintergrund:

Das derzeitige Erasmus+-Programm (2014 - 2020) ist mit 14,7 Mio. Euro ausgestattet und bietet vielen Millionen junger Menschen in Europa die Möglichkeit, im europäischen Ausland zu studieren, eine Ausbildung zu absolvieren oder Lernerfahrungen zu sammeln und dabei den Horizont zu erweitern, ein Bewusstsein für Europa zu entwickeln und die Zukunftschancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Seit der Einführung von Erasmus 1987 haben laut Angaben der Europäischen Kommission mehr als 9 Mio. Studierende, Lernende, Auszubildende und Freiwillige daran teilgenommen.
Der Vorschlag für das Nachfolgeprogramm ist Teil des Kapitels „In die Menschen investieren“ des Vorschlags der Europäischen Kommission für die nächste Haushaltsplanung.

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 30.05.2018
  • Zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten für Schüler/innen und Jugendliche im Rahmen von Erasmus+, Jugend in Aktion, Europäischer Freiwilligendienst und Europäischer Solidaritätsfonds gibt es im Europabüro eine PowerPoint Präsentation, die Sie bei Ruth Harte anfordern können