35köpfige Gruppe von Mitgliedern des Deutsch-Französischen Kulturkreises
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Europabüro Rhein-Kreis Neuss begleitet Deutsch-Französischen Kulturkreis nach Brüssel zu einem Besuch ins Europäische Parlament

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Nach der gemeinsamen Planung eines eintägigen Besuches im Europäischen Parlament begleitete das Europabüro eine 35köpfige Gruppe von Mitgliedern des Deutsch-Französischen Kulturkreises am 11.04.2018 nach Brüssel und zu einem Besuch im Europäischen Parlament.

Nach einer ersten Führung durch das Europaviertel und die Altstadt von Brüssel ging es zum Europäischen Parlament, wo die Gruppe von dem Europaabgeordneten für die Region Niederrhein, Herrn Karl-Heinz Florenz, begrüßt und empfangen wurde. In einem einstündigem Informations- und Diskussionsgespräch stellte Herr Florenz, der sich seit fast drei Jahrzehnten als Europaabgeordneter für die EU-Interessen seiner Region in Brüssel und Straßburg engagiert einsetzt, seine tägliche Arbeit und seine politischen Schwerpunkte in den Bereichen Umwelt- und Verbraucherschutz sowie Landwirtschaft vor. In diesem Zusammenhang wies er daraufhin, dass die Kompetenzen des Europäischen Parlaments in den vergangenen Jahrzehnten entschieden gewachsen seien, insbesondere im Umweltbereich. Im Übrigen könne festgestellt werden, dass immer dann, wenn sich die EU-Mitgliedstaaten einig gewesen seien, auch Entscheidungen zum Fortschritt der europäischen Einigung und für die Verbraucherinnen zustande gekommen seien.

Für die Zukunft mahnte Herr Florenz eine eigene europäische Außen-, Friedens- und Sicherheitspolitik der EU an; dies seien Aufgaben von europäischem Interesse und er sei überzeugt, dass es in fünf Jahren eine/n europäischen Außenminister/in geben werde. Schon jetzt könne die Arbeit der Hohen Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini als ausgezeichnet beurteilt werden. Zu diesem Zusammenhang gehöre auch, dass die Verteidigungsunion, die die Juncker-Kommission in Angriff genommen habe (jüngste Vereinbarung von 25 Mitgliedstaaten zu einer strukturierten Zusammenarbeit), ausgebaut werde, denn Europa müsse angesichts der außereuropäischen Krisen seine Wehrhaftigkeit erhöhen.

Zum Abschluss der Diskussion bat er alle Mitglieder des Deutsch-Französischen Kulturkreises die EU, ihre Stärken und wirtschaftlichen Erfolge zu sehen und nach außen auch so darzustellen. Europa sei erfolgreicher, als es viele wahrhaben wollten und werde seine Zukunft erfolgreich gestalten. Deutschland sei das wirtschaftlich erfolgreichste Mitgliedsland und habe daher eine Vorbildfunktion für die EU.

Nach einem abschließenden Besuch des Plenarsaals und Erläuterungen zu den Sitzungswochen des Europäischen Parlaments in Brüssel schloss sich ein Besuch des Hauses der Europäischen Geschichte, an, das im vergangenen Jahr in Brüssel eröffnet wurde. Mit multimedialer Unterstützung erhielt die Gruppe einen Überblick über die Geschichte der europäischen Integration. Ein gemeinsames Abendessen am Grand Place rundete den Tag in Brüssel ab.