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EU-Verordnung schreibt ab 01.04.2018 den Einbau des "112-e-Call"-Systems in alle Neuwagen vor

Europa |

Am 28. April 2015 stimmte das Europäische Parlament der EU-Richtlinie zu, mit der verbindlich vorgeschrieben wird, dass ab 01.04.2018 das neue "112-e-Call"-System in alle Neuwagen eingebaut werden muss.

Hersteller von Kraftfahrzeugen müssen ab sofort den "112-e-Call" in alle Neuwagen einbauen. Das neue Notfallsystem soll die Sicherheit von Auto- und LKW-Fahrern und des gesamten Verkehrs verbessern. Das neue System ruft bei Unfällen automatisch die europäische Notrufnummer 112 und übermittelt wichtige Unfalldetails wie den genauen Zeitpunkt und Standort des Fahrzeugs sowie die Art der Verletzungen an den nächstgelegenen Rettungsdienst. Auch kann das neue System manuell durch Drücken eines Knopfes aktiviert werden, z.B. durch den Beifahrer oder einen Unfallzeugen. Experten gehen davon aus, dass sich die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte in städtischen Gebieten um 40 Prozent und auf dem Land um 50 Prozent verkürzen wird.

Ziel des neuen Notfallsystems ist die Verringerung der Zahl der Verkehrstoten (geschätzt wird eine Verringerung um vier Prozent) und der Schwerverletzten (geschätzt wird eine Verringerung um sechs Prozent).

In diesem Zusammenhang macht die Europäische Kommission auf die Zahlen aus 2012 aufmerksam: So wurden 1,1 Mio. Verkehrsunfälle in der EU registriert, bei denen rd. 28.000 Menschen getötet und mehr als 1,5 Mio. Menschen verletzt wurden; die zusätzlichen zu den menschlichen Katastrophen hinzukommenden ökonomischen Kosten, beziffert die Europäische Kommission jährlich auf 120 Mio. Euro.

Quelle und weitere Informationen:

  • Mitteilung der Presto GmbH im Auftrag der Regionalen Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn vom 19.03.2018
  • eCall: Time saved = lives saved
  • The interoperable EU-wide eCall