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Europäische Kommission erweitert das EU-Programm Erasmus+ um eine online-Variante

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Am 15.03.2018 gab die Europäische Kommission bekannt, dass das EU-Programm (Programm für Bildung, Jugend und Sport) im Bereich Mobilität um eine online-Variante erweitert wird. Damit sollen mehr Student/innen und Auszubildende in Europa und aus den Ländern der südlichen Partnerschaft verstärkt virtuell zusammengebracht werden.

Das Projekt "Virtueller Erasmus+-Austausch" bietet digitale Lernwerkzeuge an und soll in den kommenden beiden Jahren 25.000 Jugendliche für einen interkulturellen Dialog fit machen und damit neue Kompetenzen vermitteln. Der Virtuelle Erasmus+-Austausch soll junge Menschen, Jugendarbeiter, Studierende und Hochschulmitarbeiter aus Europa und aus den Ländern der südlichen Nachbarschaft der EU in moderierten Diskussionsrunden, transnationalen Projektgruppen, offenen Online-Kursen und Advocacy-Schulungen zusammenbringen. So können nach den Plänen der Europäischen Kommission junge Menschen aus verschiedenen Ländern einmal pro Woche über das Online-Tool zusammenkommen, um unter der Leitung eines Moderators auf der Grundlage vorab verteilter Materialien Themen wie Wirtschaftsentwicklung oder Klimawandel zu erörtern.

Alle Aktivitäten finden im Rahmen von Hochschulprogrammen oder Jugendprojekten statt. Nach Angaben der Europäischen Kommission wurden bisher 50 Partnerschaften geschlossen und 40 Personen als Diskussions-Moderatoren geschult.

An dem Projekt können sich Jugendliche aus den 33 Programmländern und des südlichen Mittelmeerraums (Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Lybien, Marokko. die Palästinensischen Gebiete, Syrien und Tunesien) beteiligen.

Anlässlich der Vorstellung der Erweiterung sagte der zuständige EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Tibor Navracsics: "Erasmus+ ist zwar ein sehr erfolgreiches Programm, aber es ist nicht immer für jede und jeden zugänglich. Mit dem Virtuellen Erasmus+-Austausch ermöglichen wir mehr direkte persönliche Kontakte, erreichen junge Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und fördern die interkulturelle Verständigung. Es wird Brücken schlagen und bei der Entwicklung von Kompetenzen wie der Fähigkeit zum kritischen Denken, der Medienkompetenz, dem Fremdsprachenerwerb und der Teamfähigkeit helfen."

Die Europäische Kommission betont, dass das neue Instrument zudem den interkulturellen Dialog junger Menschen im Sinne der Pariser Erklärung fördert, die die EU-Bildungsminister bei ihrem informellen Treffen im März 2015 verabschiedeten. Ziel der Erklärung ist die Förderung von Politischer Bildung und der gemeinsamen Werte Freiheit, Toleranz und Nichtdiskriminierung durch Bildung.

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 15.03.2018