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Europe Direct Informationszentrum Mittlerer Niederrhein begleitet Gruppe von Erasmus-Studenten der Universität Düsseldorf bei einem Besuch zur Europäischen Kommission

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Das Europe Direct Informationszentrum Mittlerer Niederrhein mit Sitz im Kreishaus Neuss ist die Anlaufstelle zu allen Fragen und Anliegen rund um die Europäische Einigung und ihre Auswirkungen auf die Region und das Berufs- und Privatleben ihrer Menschen. Zu den grundlegenden Aufgaben des Europainformationszentrums, das auch für die umliegenden Städte Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach und die Kreise Viersen, Wesel und den Rhein-Erft-Kreis zuständig ist, gehört die kontinuierliche Information von Bürgerinnen und Bürgern sowie Verwaltung über das politische System der EU, die Entstehung von EU-"Gesetzen" und –Programmen und aktuelle EU-Themen wie den jüngsten Diskussionsprozess zu den fünf Zukunftsszenarien der EU.

Zu den regelmäßigen Informationsangeboten des EDIC Mittlerer Niederrhein gehören auch Informationsfahrten zu den EU-Organen nach Brüssel und Frankfurt, die bei federführender Organisation auch anteilig aus EU-Finanzmitteln unterstützt werden können.

Auf Anfrage des Vorsitzenden der AEGEE-Studentengruppe an der Universität Düsseldorf organisierte das EDIC einen Besuch bei der Europäischen Kommission und war gemeinsam mit 20 Erasmus-Studenten aus Deutschland, Spanien und Polen auf Einladung des Besucherdienstes am 27.10.2017 zu Gast im Besucherzentrum der Europäischen Kommission, das direkt gegenüber dem sog. Berlaymont-Gebäudes, dem Sitz von Präsident Juncker und seinen 27 EU-Kommissarinnen und Kommissaren, liegt.

Im Rahmen des Vormittags erhielten die StudentInnen von einem Mitglied des Referententeams der Europäischen Kommission einen Überblick über die Europäische Einigungsgeschichte und die Europäische Kommission mit ihrer Stellung im Gefüge der anderen EU-Organe und ihren Kompetenzen und Aufgaben. Zum Abschluss stellte die Referentin die von Kommissionspräsident Juncker ausgerufenen 10 Politischen Prioritäten vor, die er im Juli 2014 im Rahmen seiner Rede vor dem Europäischen Parlament unter der Überschrift "Meine Agenda für Jobs, Wachstum, Fairness und demokratischen Wandel" vorgestellt hatte; wie z.B. Programme zur Schaffung von Arbeitsplätzen, Wachstum und Investitionen, die Schaffung eines digitalen Binnenmarkts, einer EU-Energieunion mit einer zukunftsorientierten Klimaschutzpolitik, eine Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion und eine neue Migrationspolitik.

Im anschließenden Vortrag stellte der Referatsleiter des Generalsekretariats der Europäischen Kommission das "Weißbuch zur Zukunft Europas" mit seinen fünf Entwicklungsszenarien für eine Entwicklung der EU bis 2025 vor (von Szenario 1: "Weiter wie bisher bis Szenario 5: "Viel mehr gemeinsames Handeln"). In diesem Zusammenhang hatten die Studenten auch die Gelegenheit, einzelne Schwerpunktpolitiken wie die Flüchtlingspolitik, die Verteidigungspolitik und die Außen- und Sicherheitspolitik der EU zu diskutieren. Schließlich ging es auch um das Ziel der Europäischen Kommission, die Bürgerinnen und Bürger in allen EU-Mitgliedstaaten in die Diskussionsprozesse der kommenden Jahre aktiv mit einzubeziehen. In diesem Zusammenhang rief der Referatsleiter abschließend die jungen Leute auf, über ihre positiven Erfahrungen als Erasmus-StudentInnen zu berichten und an junge Menschen in ihren Ländern weiterzugeben; die Europäische Union müsse mit ihren Errungenschaften und Erfolgen verteidigt und aktiv unterstützt werden.