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60 Jahre Römische Verträge - Staats- und Regierungschefs unterzeichnen Erklärung von Rom

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Anlässlich des 60 jährigen Jubiläums der Unterzeichnung der Römischen Verträge haben sich am 25.03.2017 die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedstaaten, der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk und der Präsident des Europäischen Parlaments, Antonio Tanjani, in Rom getroffen und die Erklärung von Rom unterzeichnet. Diese lautet:

"Die EU steht vor nie dagewesenen Herausforderungen auf globaler und nationaler Ebene: regionalen Konflikten, Terrorismus, wachsendem Migrationsdruck, Protektionismus sowie sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten. Gemeinsam sind wir entschlossen, die Herausforderungen einer sich rasch wandelnden Welt anzugehen und unseren Bürgerinnen und Bürgern Sicherheit und neue Chancen zu bieten.

Wir werden die Europäische Union durch noch mehr Einheit und Solidarität untereinander und die Achtung gemeinsamer Regeln stärker und widerstandsfähiger machen. Einheit ist zugleich eine Notwendigkeit und unsere freie Entscheidung. Einzeln würden wir durch die globale Dynamik an den Rand gedrängt. Zusammenhalt gibt uns die beste Chance, auf diese Dynamik Einfluss zu nehmen und unsere gemeinsamen Interessen und Werte zu verteidigen. Wir werden gemeinsam - wenn nötig mit unterschiedlicher Gangart und Intensität - handeln, während wir uns in dieselbe Richtung bewegen, so wie wir es schon in der Vergangenheit getan haben; dies wird im Einklang mit den Verträgen geschehen und die Tür wird allen offen stehen, die sich später anschließen möchten. Unsere Union ist ungeteilt und unteilbar."

In der Erklärung bekennen sich die Staats- und Regierungschefs und die Präsidenten der EU-Organe zur "Agenda von Rom" und wollen sich für 1) ein sicheres und geschütztes Europa und eine wirksame, verantwortliche und nachhaltige Migrationspolitik, 2) für ein wohlhabendes und nachhaltiges Europa, 3) für ein soziales Europa und 4) ein stärkeres Europa in der Welt einsetzen.

"Wir werden diese Ziele in der unerschütterlichen Überzeugung verfolgen, dass Europas Zukunft in unseren Händen liegt und dass die Europäische Union das beste Mittel ist, um unsere Ziele zu erreichen".

Kommissionspräsident Juncker verwies anlässlich der feierlichen Unterzeichnung auf die Friedensleistung der EU, "Es gibt heute 40 bewaffnete Konflikte weltweit - keiner davon auf dem Territorium der Europäischen Union". Er frage sich, warum Europa darauf nicht stolz sein solle. Für die Zukunft könne es nur gemeinsam gelingen, künftigen Generationen ein noch wohlhabenderes, sozialeres und sicheres Europa zu übergeben.

Tipp für Leselektüre: "60 Gründe für die EU"

Die Vertretung der Europäischen Kommission Deutschland in Berlin hat anlässlich des Jubiläums der Unterzeichnung der Römischen Verträge vor 60 Jahren eine Zusammenstellung von 60 Gründen erarbeitet und herausgegeben, die darlegen sollen, warum wir heute mehr denn je die Europäische Union und die Europäische Einigung brauchen. Unter den Überschriften: "Worauf Europa stolz sein kann", "Die EU stärkt die Wirtschaft und sorgt für Wohlstand", "Die EU sorgt für Wettbewerb und kontrolliert Konzerne", "Die Europäische Union schützt die Verbraucher", "Die EU macht das Leben preiswerter", "Die EU setzt sich für gesunde Nahrung und eine saubere Umwelt ein", Die EU erleichtert das Reisen und Arbeiten in Europa", "Die EU fördert Bildung, Forschung und Kultur", "Die EU schafft Innere Sicherheit", "Europa engagiert sich in der Welt", "Europa hilft in der weltweiten Flüchtlingskrise" und "Die EU baut Bürokratie ab" wird über konkrete wirtschaftliche und (finanz)politischen Erfolge für seine Mitgliedstaaten, die BürgerInnen, und Unternehmen informiert und dargelegt, warum die EU auch in Zukunft noch wichtig ist und gebraucht wird.

Beide Broschüren können Sie beim Europe Direct Informationszentrum Mittlerer Niederrhein erhalten unter info@europedirect-mn.de oder Tel.: 02131-928-7600/Fax: 02131-928-7699

Quelle und weitere Informationen

  • EU-Aktuell vom 27.03.2017
  • EU-Aktuell vom 07.03.2017