Schülergruppe aus der Gesamtschule Neuss-Norf
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Europe Direct Informationszentrum Mittlerer Niederrhein begleitet Besuch einer Schülergruppe aus der Gesamtschule Neuss-Norf zum Europaabgeordneten Karl-Heinz Florenz nach Brüssel

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Auf dem letztjährigen Europatag der Gesamtschule Neuss-Norf hatte der Europaabgeordnete der Region Niederrhein, Karl-Heinz Florenz, die Preisträgerinnen und Preisträger des Europawettbewerbs zu einem Besuch nach Brüssel ins Europäische Parlament eingeladen. Am 20.06.2017 machte er nun sein Versprechen war und lud 42 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 14 Jahren zu einem Empfang und einem Informationsgespräch über seine Arbeit ins Gebäude des Europäischen Parlaments nach Brüssel ein.

Gemeinsam mit den Lehrererinnen und Lehrern der Gesamtschule hatte das Europe Direct Informationszentrum Mittlerer Niederrhein die Fahrt vorbereitet, die mit einer Stadtrundfahrt in Brüssel, u.a. durch das Europaviertel, begann und dann ins Parlamentarium, dem Besucherzentrum des Europäischen Parlaments, führte. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler mit Audio-guides versehen ausführliche Informationen über die Europäische Einigungsgeschichte und die Stellung und Kompetenzen des Europäischen Parlaments sowie die 751 Europaabgeordneten. Nach einem stärkenden Mittagessen in der Besucherkantine des Europäischen Parlaments empfing Herr Florenz die Gruppe zu einem einstündigen Gespräch und gab zu Beginn einen Einblick in seinen Zuständigkeitsbereich und seine langjährige Tätigkeit als Europaabgeordneter; er sei seit 1989 Mitglied des Europäischen Parlaments und nunmehr zum sechstenmal wiedergewählt worden, da er ein Marathonläufer in europäischen Angelegenheiten sei, habe er in der Vergangenheit andere berufliche Angebote ausgeschlagen. Sein Zuständigkeitsgebiet umfasse 66 Städte, Kreise und Gemeinden, von Neuss bis Emmerich und von Nettetal bis Viersen und wie schon bei vergangenen Veranstaltungen erläuterte Herr Florenz den Schülerinnen und Schülern, welchen großen Stellenwert für ihn eine zukünftig noch zu harmonisierende EU-Außen- und Friedenspolitik habe, denn nur durch eine gemeinsame Friedenspolitik sei es möglich, die 60jährige Friedensperiode (keine Kriege in Europa) zu verlängern; hierzu sei auch die Konzipierung einer gemeinsamen Verteidigungspolitik, die die EU unabhängig von NATO und anderen Zusammenschlüssen mache, notwendig.

Zur immer noch schwelenden Flüchtlingskrise mahnte Florenz mehr Solidarität an und sprach sich für eine baldige europäische Asylpolitik aus. Im Übrigen gab Florenz der Europäischen Kommission recht, indem er daraufhin wies, dass es nicht damit getan sei, Flüchtlinge aufzunehmen, sondern es müsse auch dringend in Fluchtursachen investiert werden, d.h. es müsse auch weiterhin durch intelligente Entwicklungshilfe Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden.

Zum Abschluss seiner Ausführungen plädierte er für Investitionen in die Bildung gerade junger Menschen, denn die Wettbewerbsfähigkeit Europas sei nur zu erhalten, wenn in großem Stil weiterhin in Bildung und innovative Produkte investiert werden.

Danach hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, ihre Fragen zu aktuellen EU-Themen an Herrn Florenz zu richten und zeigten sich insbesondere interessiert an der Flüchtlingskrise, dem Umwelt- und Klimaschutz, Fragen der EU-Erweiterung und dem drohenden Austritts Großbritanniens aus der EU.

Der Besuch endete mit einer Führung durch den Plenarsaal des Europäischen Parlaments; hier wurde den SchülerInnen die Aufteilung und Funktionalität des Plenarsaals erläutert, wo z.B. der Präsident und die einzelnen Fraktionen sitzen, die Europäische Kommission oder auch die Staats- und Regierungschefs auf Besuch in Europas Hauptstadt.