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Einfuhr von Bio-Erzeugnissen: Neues EU-Bescheinigungssystem gestartet

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Die EU übernimmt eine globale Vorreiterrolle in Bezug auf die Rückverfolgbarkeit und die Erhebung verlässlicher Daten über den Handel mit Bio-Erzeugnissen. Das wegweisende elektronische EU-Bescheinigungssystem stärkt die Vorschriften für die Lebensmittelsicherheit und erschwert etwaigen Betrug. Außerdem verringert es den Verwaltungsaufwand für Unternehmen und Behörden und liefert wesentlich umfassendere statistische Daten zu Bio-Einfuhren. In einem Übergangszeitraum können Papier- und elektronische Bescheinigungen nebeneinander verwendet werden. Ab dem 19. Oktober 2017 gelten für Bio-Einfuhren dann nur noch die elektronischen Bescheinigungen.

Der für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige EU-Kommissar Phil Hogan sagte: "Unser Bekenntnis zu einer strengen Zertifizierungs- und Kontrollpolitik ist ein wichtiger Bestandteil der EU-Standards für die Lebensmittelsicherheit. Mit diesen hohen Standards konnten wir die weltweit erste Adresse für Lebensmittel werden, aber wir müssen stets nach neuen und besseren Methoden streben, um noch mehr zu erreichen." Die neuen Vorschriften, so Hogan, optimierten die Rückverfolgbarkeit von Bio-Produkten, die einen wichtigen Wachstumsmarkt darstellten.

In der Praxis bedeuten die Neuerungen, dass die Einfuhrbescheinigungen in das Informationssystem TRACES (Trade Control & Expert System) - das bestehende elektronische System der EU zur Verfolgung von Lebensmitteln in ihrem Hoheitsgebiet - integriert werden. Das rund um die Uhr zugängliche TRACES-System erleichtert den Handel, da es den Geschäftspartnern und den zuständigen Behörden ermöglicht, sich unkompliziert über die Versand ihrer Sendungen zu informieren und die Verwaltungsverfahren zu beschleunigen. Zudem hat es sich als wertvolles Instrument für eine schnelle Reaktion auf Gesundheitsgefahren erwiesen - indem die Sendungen verfolgt und das Risikomanagement bei zurückgewiesenen Sendungen erleichtert wird.

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