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Europäische Kommission bittet um Stellungnahme zum Europäischen Solidaritätskorps

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Die Europäische Kommission hat am 06.02.2017 eine öffentliche Konsultation zu einem Legislativvorschlag über die rechtliche Ausgestaltung des Europäischen Solidaritätskorps gestartet und ruft u.a. alle interessierte BürgerInnen und Jugendorganisationen, Lehrkräfte und Arbeitgeber auf, ihre Meinung abzugeben; sie werden gebeten, die Ziele der Initiative zu bewerten, Auskunft über die Motive für die Teilnahme zu geben, ihren Informations- und Unterstützungsbedarf anzumelden und bewährte Verfahren aus Ihrer Erfahrung mitzuteilen. Die Öffentliche Konsultation läuft acht Wochen, die Ergebnisse sollen in den Legislativvorschlag einfließen.

Gleichzeitig zeigte sich die Europäische Kommission mit dem Aufbau des im Dezember 2016 eingerichteten Europäischen Solidaritätskorps zufrieden; bereits über 21.000 junge Menschen hätten sich angemeldet.

Anlässlich der Erläuterung der Öffentlichen Konsultation sagte die EU-Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität, Marianne Thyssen: "Ich freue mich, dass der Aufbau des Europäischen Solidaritätskorps gut und wie geplant voranschreitet. Da sich bereits so viele junge Menschen angemeldet haben, können wir davon ausgehen, dass die jungen Europäerinnen und Europäer diese neue Chance wahrnehmen, um ihre Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern und gleichzeitig ihre Solidarität zu bekunden, und ich bin gespannt darauf, was sie und die anderen Beteiligten zu sagen haben."

Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, ergänzte: "Das Europäische Solidaritätskorps hat einen fulminanten Start hingelegt, und ich bin hoch erfreut über das große Interesse so vieler junger Menschen, die mit ihrer Zeit und ihrem Engagement anderen Menschen helfen wollen. Nun müssen wir die nächsten Schritte sorgfältig vorbereiten. Die Rückmeldungen der jungen Menschen und der Organisationen, die die Werte und Ziele des Solidaritätskorps umsetzen, sind hierfür überaus wichtig."

Hintergrund:

Am 07.12.2016 gab die Europäische Kommission den Startschuss für das Europäische Solidaritätskorps. Dieses neue EU-Programm will jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren die Möglichkeit geben, in ganz verschiedenen Solidaritätsprojekten teilzunehmen (z.B. in Entwicklungsländern) und so einerseits soziale Arbeit für Menschen und Projekte zu leisten, die dringend Hilfe benötigen und andererseits wertvolle Erfahrungen für den Start in das Berufsleben oder neue Kompetenzen für den Beruf zu sammeln. Die jungen Menschen erhalten für eine zwei- bis zwölfmonatige Freiwilligentätigkeit finanzielle Unterstützung. Im Rahmen der Beschäftigungsprojekte erhalten sie einen Arbeits-, Praktikums- oder Ausbildungsplatz in Organisationen unterschiedlichster Ausrichtung im jeweiligen Aufnahmeland.

Seit dem Start haben sich mehr als 21.000 junge Menschen in die neue Datenbank eingetragen und angemeldet; unter dem link können sich Interessenten anmelden: europa.eu/solidarity-corps.

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 06.02.2017