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Europas Energiewende auf gutem Weg

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Die Europäische Kommission ist mit der Erreichung der für 2020 gesetzten Energieziele zufrieden. In ihrem zweiten Bericht über den Stand der Energieunion stellt sie fest, dass die EU bei der Senkung der Treibhausgasemissionen (40% bis 2030 im Vergleich zu 1990), der Steigerung der Energieeffizienz (30% bis 2030 im Vergleich zu 1990) und dem Anteil Erneuerbarer Energien am Energieverbrauch (30% bis 2030 im Vergleich zu 1990) auf gutem Weg sei, seine gesetzten Ziele zu erreichen. So lagen die Treibhausgasemissionen im Jahr 2015 um 22 Prozent unter denen des Jahres 2020. Im Jahr 2014 machte der Anteil der Erneuerbaren Energien 16 Prozent des Bruttoenergieverbrauchs der EU aus. Als besonderen Erfolg wertet die Europäische Kommission, dass sich die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) unabhängig von den Treibhausgasemissionen entwickelt hat. In den Jahren 1990 bis 2015 wuchs das BIP der EU um insgesamt 50%, während die Emissionen um 22 Prozent zurückgingen.

Anlässlich der Vorstellung des zweiten Fortschrittsberichts sagte der Vize-Präsident der Europäischen Kommission, Maros Sefcovic, zugleich zuständiger EU-Kommissar für die Energieunion, "Die Energieunion ist weit mehr als nur Klima- und Energiepolitik. Es geht um eine grundlegende Modernisierung der gesamten europäischen Wirtschaft, mit der auf eine sozial ausgewogene Weise eine Reduzierung der CO2-Emissionen sowie Energie- und Ressourceneffizienz erreicht werden sollen. Wir sollten auch die externe Dimension der Energieunion ausbauen, damit die weltweite Führungsrolle der EU gestärkt wird. Jetzt, da ein großer Teil der Legislativvorschläge auf dem Tisch liegen, sollte 2017 das Jahr der Umsetzung werden. Diese Botschaft werde ich in die Mitgliedstaaten mitnehmen, wenn ich am 3. Februar die neue Besuchsreise zur Förderung der Energieunion starte."

Der für Klimapolitik und Energie zuständige EU-Kommissar Miguel Arias Cañete sagte: "Europa ist auf dem richtigen Weg, um die für 2020 gesetzten Ziele der Klima- und Energiepolitik zu erreichen. Trotz der derzeitigen geopolitischen Unwägbarkeiten arbeitet Europa unbeirrbar an der Energiewende. Zu ihr gibt es keine Alternative. Und die Tatsachen sprechen für sich: Energie aus erneuerbaren Quellen ist inzwischen wettbewerbsfähig und zuweilen sogar günstiger als fossile Brennstoffe; der Sektor beschäftigt mehr als eine Million Menschen in Europa und zieht mehr Investitionen an als viele andere Sektoren; außerdem hat die Nutzung der erneuerbaren Energieträger dazu geführt, dass wir 16 Mrd. Euro weniger für die Importe fossiler Brennstoffe ausgeben mussten. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem wir unsere Anstrengungen fortsetzen müssen, denn Europa muss zusammen mit seinen Partnern mit Nachdruck daran arbeiten, im weltweiten Rennen um eine nachhaltigere, wettbewerbsfähigere Wirtschaft die Führungsrolle zu übernehmen."

Für die Europäische Kommission ist der Erfolg der Energieunion in einem sich rasch wandelnden geopolitischen Umfeld entscheidend für den Schutz der langfristigen wirtschaftlichen Interessen und des Wohlergehens Europas und der Europäer.

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 01.02.2017