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EU-Investitionen haben zwischen 2007 bis 2013 über 100.000 Arbeitsplätze alleine in Deutschland geschaffen

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Über die EU-Struktur- und Investitionsfonds entstanden in Deutschland zwischen 2007 und 2013 über 108.000 neue Jobs, davon etwa 45 000 in kleinen und mittleren Unternehmen und 5.400 im Bereich Forschung. 8.294 Forschungsprojekte und 750 Start-up-Firmen erhielten Unterstützung. Diese Daten stammen aus der Bilanz der EU-Investitionen 2007 bis 2013, die die EU-Kommission jetzt auf der Grundlage einer unabhängigen Bewertung für alle EU-Mitgliedstaaten veröffentlicht hat.

Insgesamt wurden mit Hilfe der EU-Struktur- und Investitionsfonds eine Million neue Arbeitsplätze geschaffen. Das entspricht einem Drittel des Nettozuwachses an Arbeitsplätzen in diesem Zeitraum in der EU. Jeder im Zuge der Kohäsionspolitik investierte Euro wird 2,74 Euro zusätzliches Bruttoinlandsprodukt (BIP) erwirtschaften. Dies entspricht einem geschätzten Ertrag von einer Billion Euro an zusätzlichem BIP bis 2023. Die Kohäsionspolitik richtet sich an alle Regionen und Städte in der Europäischen Union, um die Schaffung neuer Arbeitsplätze, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, das Wirtschaftswachstum, eine nachhaltige Entwicklung und die Verbesserung der Lebensqualität der EU-Bürger zu fördern.

EU-Regionalkommissarin Corina Crețu sagte: "Die Zahlen sprechen für sich: Die Kohäsionspolitik hält, was sie verspricht. Ich bin überzeugt, dass wir diese Politik brauchen und den eingeschlagenen Kurs beibehalten müssen - auch noch nach 2020. Die Bewertung fließt ein in unsere Überlegungen darüber, wie die Effizienz und die Leistung der Politik im Zeitraum von 2014 bis 2020 und auch darüber hinaus verbessert werden können."

Die Bilanz zeigt, dass die Wirtschaft in allen EU-Mitgliedstaaten von der Kohäsionspolitik der EU profitierte. Investiert wurde in knapp 400.000 kleine und mittlere Unternehmen und Start-up-Unternehmen. Zu den besten Erfolgsbeispielen in den Mitgliedstaaten gehören:

  • mehr als 100.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland
  • 21.000 geförderte Start-up-Unternehmen in Schweden
  • Förderung von rund 3900 Forschungsprojekten in Ungarn
  • Ausbau von 630 km Straßen, vor allem des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V), in Lettland.

Bei der Bewertung der Maßnahmen im Zeitraum 2007 - 2013 wurden außerdem Bereiche aufgezeigt, in denen die Politik noch verbessert werden kann. So sollen Ziele genauer definiert werden. Dies wurde bereits im Zuge der Reform für den Zeitraum 2014 - 2020 berücksichtigt: Für jedes Programm wurden spezifische Ziele - z.B. Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze oder Senkung der CO2-Emissionen - festgelegt und Schwerpunkte auf einige wenige Themen mit großem Wachstumspotenzial gesetzt.

Die Auswertung ergab auch, dass die Rechtsvorschriften nicht detailliert genug waren, was - zusammen mit der mangelnden Erfahrung in vielen Durchführungsstellen - zu Verzögerungen bei der Umsetzung führte. Eine der Herausforderungen der Kohäsionspolitikprogramme im aktuellen und im künftigen Programmzeitraum wird es sein, die Reichweite dieser Instrumente über die Unternehmensförderung hinaus auszudehnen und die Vorschriften für ihren Einsatz zu straffen.

Weitere Informationen:

  • Pressemitteilung. Kohäsionspolitik: wichtigste Ergebnisse der EU-Investitionen 2007-2013
  • InfoRegio: Bewertung des Programmzeitraums 2007-2013
  • Synthesebericht: Ex-post-Bewertung des EFRE und des Kohäsionsfonds 2007-2013
  • 9 Mal Kohäsionspolitik in Europa - wichtigste Ergebnisse 2007-2013
  • Website der EU-Kommission in Deutschland: EU-Förderung in Deutschland 2014-2020