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Neuer Europäischer Solidaritätskorps für junge Menschen soll bis Ende 2016 stehen

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Die Einrichtung eines Europäischen Solidaritätskorps hat Kommissionspräsident Juncker hat in seiner Rede zur Lage der Union die Einrichtung eines Europäischen Solidaritätskorps bis Ende des Jahres angekündigt. "Es gibt viele junge und sozial denkende Menschen in Europe, die sich in der Gesellschaft einbringen und Solidarität zeigen wollen", so der Kommissionspräsident. Die Kommission schlage daher die Einrichtung eines solchen Korps vor. Junge Menschen aus der ganzen EU, so Juncker, sollten als Freiwillige in Krisensituationen - wie etwa der Flüchtlingskrise oder nach den jüngsten Erdbeben in Italien - dort Hilfe leisten können, wo sie am dringendsten gebraucht werde. Nach dem Wunsch des Kommissionspräsidenten soll das Europäische Solidaritätskorps bis spätestens Ende des Jahres stehen. Bis 2020 sollen die ersten 100.000 jungen Europäerinnen und Europäer daran teilnehmen.

Der Europäische Solidaritätskorps wurde konzipiert, um jungen Menschen unter 30 Jahren die Gelegenheit zu geben, eine Nichtregierungsorganisation (NGO), eine lokale Behörde oder ein privates Unternehmen aktiv dabei zu unterstützen, herausfordernde Situationen in der EU zu bewältigen. Der Wiederaufbau von Gemeinden nach Umweltkatastrophen, die Bewältigung von sozialen Herausforderungen in Bereich Gesundheit, demographischer Wandel, soziale Exklusion und Armut oder die Unterstützung bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen könnten solche Einsatzfelder sein.

Der Solidaritätskorps wird seine eigenständige Identität entwickeln, verankert in den zentralen Werten der EU: Engagement und Solidarität. Durch ihre Teilnahme an dem Solidaritätskorps werden die Teilnehmer ihr Engagement und ihre Bereitschaft ausdrücken, einen Abschnitt ihres Lebens der Hilfe für andere zu widmen. Durch die Unterstützung anderer Menschen, insbesondere von denjenigen, die in unseren Gesellschaften und Gemeinden am verletzlichsten sind, werden junge Menschen nicht nur diesen zentralen Wert der EU in die Praxis umsetzen, sondern auch Erfahrungen machen und Fähigkeiten sowie Sprachkenntnisse erwerben, die wertvoll für den späteren Beruf oder die weitere Ausbildung sein können.