Europafahne
© 494148965, iStock | Volle Größe

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

"Die Europäische Energieunion aus regionaler Sicht" - Rhein-Kreis Neuss lädt am 19. September 2016 mit seinem Europe Direct Informationszentrum Mittlerer Niederrhein und dem Rhein-Erft-Kreis zu einer Fachveranstaltung auf Schloß Paffendorf ein

Europa |

In seinen "Politischen Leitlinien" vom Juli 2014 hat Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eine robuste Energieunion mit einer zukunftsorientierten Klimaschutzpolitik zu einem der zehn politischen Schlüsselbereiche des Handels der Europäischen Kommission für die Zeit bis 2019 erklärt. "Wir müssen unsere Ressourcen bündeln, unsere Infrastrukturen kombinieren und unsere Verhandlungsmacht gegenüber Drittländern stärken. Wir müssen unsere Energiequellen diversifizieren und die hohe Energieabhängigkeit einiger Mitgliedstaaten abbauen". Ferner will der Kommissionspräsident den Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix erhöhen, auch, damit Energie mittelfristig erschwingbar bleibt. Die EU ist zudem entschlossen, eine Vorreiterrolle im Kampf gegen die Erderwärmung einzunehmen.

Am 04. Februar 2016 gab die Europäische Kommission den Startschuss für eine EU-weite Debatte über die Energieunion; seitdem hat sie verschiedene Maßnahmenpakete für eine zukunftsweisende Klimaschutzstrategie, für die Revision des Emissionshandelssystems (ETS) und für eine sichere und krisenfeste Energieversorgung vorgelegt. So sollen mit dem Legislativvorschlag zur Revision des ETS die Treibhausgasemissionen in der EU bis 2030 um 40 Prozent gesenkt werden.

In diesem Jahr haben die Bundesregierung und die Energieunternehmen gemeinsam beschlossen, alte Braunkohlekraftwerke früher still zu legen bzw. in der Reserve zu halten, als bisher geplant, um das für Deutschland gesetzte Ziel der Emissionsminderung zu erreichen. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat durch ihre Leitentscheidung, den Tagebau Garzweiler II zeitlich zu verkürzen, entsprechende Weichen für das Land und die Region Rheinland gestellt.

Der Rhein-Kreis Neuss und der Rhein-Erft-Kreis sind als Energiestandort mit ihren Braunkohlekraftwerken im besonderen Maße von der Energiewende und dem sich abzeichnenden Strukturwandel betroffen; sie stehen vor der doppelten Herausforderung, die mit der Energiewende verbundenen Arbeitsplätze in der Region zu sichern bzw. neue zu schaffen und in Zukunft für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Unternehmen die Energiesicherheit zu vertretbaren Preisen in der Region zu garantieren.
Vor diesem Hintergrund wollen beide Kreise gemeinsam mit dem Europe Direct Informationszentrum Mittlerer Niederrhein und RWE Power AG eine Konferenz mit dem Thema "Die Europäische Energieunion aus regionaler Sicht" auf Schloss Paffendorf ausrichten.

Im Rahmen der Konferenz sollen folgende Fragen diskutiert werden:

  1. Wie sind die Zielsetzungen, Planungen und der Stand der Umsetzung der Europäischen Union, der Bundesregierung und des Landes Nordrhein-Westfalen im Hinblick auf die EU-Energieunion?
  2. Welche Auswirkungen hat die EU-Energieunion auf die zukünftige Energieversorgung, den Klimaschutz, die Wirtschaft aber auch auf die Bürgerinnen und Bürger in unserer Region?
  3. Wie kann der notwendige Strukturwandel in den kommenden Jahren wirtschaftlich, finanziell und sozial bewältigt werden und welche Unterstützung kann es seitens der EU und der Regierungsebenen geben?

Wir freuen uns, dass aus Anlass des Besuches einer Delegation unseres polnischen Partnerkreises Mikolów, Schlesien, die Gelegenheit besteht, die Konferenz grenzüberschreitend auszurichten und zu der Umsetzung der Ziele der EU-Energieunion in Polen Experten aus Schlesien einzubinden.

Die Konferenz findet statt am

Montag, dem 19.09.2016, 09:00 - 18:00 Uhr
Schloss Paffendorf
Burggasse
50126 Bergheim

Wir laden Sie herzlich zu dieser für unsere Region wichtigen Informations- und Diskussionsveranstaltung mit anschließender Besichtigung des BoA-Kraftwerks Grevenbroich-Neurath ein und würden uns über Ihr zahlreiches Kommen freuen. Die Teilnahme ist kostenlos, für eine vorherige Anmeldung bis zum 13. September 2016 mit dem anliegenden Antwortfax oder per e-mail (info@europedirect-mn.de) wären wir dankbar.