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EU-Kommission: So ist der Stand des digitalen Fortschritts in der EU

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Die EU-Kommission hat ihren Bericht über den digitalen Fortschritt der EU-Mitgliedstaaten veröffentlicht. Vor dem Treffen der zuständigen nationalen Minister, die sich am 26. Mai im Rat für Wettbewerbsfähigkeit treffen, hat die EU-Kommission geprüft, wie die Mitgliedstaaten ihre digitalen Reformen umsetzen. Außerdem gibt sie Ratschläge, wie bessere Ergebnisse in der Breitbandabdeckung, bei digitalen Behördendiensten, digitale Fähigkeiten und im Onlinehandel erzielt werden können.

Ergänzend hat Kommission auch den Stand der digitalen Leistungsfähigkeit der EU-Mitgliedstaaten im internationalen Vergleich veröffentlicht. Der Bericht über einen neuen internationalen Index (iDESI), zeigt, dass die digitalen Spitzenreiter in der EU (Schweden, Dänemark und Finnland) auch die globalen Spitzenreiter sind, gefolgt von Südkorea und den Vereinigten Staaten.

Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission und zuständig für den digitalen Binnenmarkt, sagte: „Die Ergebnisse zeigen, dass beim grenzüberschreitenden Online-Handel noch viel Luft nach oben ist. Wir werden demnächst eine Reihe von Vorschlägen vorlegen, die den Online-Handel innerhalb der EU steigern werden. Das heißt, dass es keine Hürden mehr geben soll, die verhindern, dass Menschen von den besten Online-Angeboten profitieren.“

Der EU-Bericht zeigt, dass der Breitbandausbau voranschreitet: 22 Prozent der europäischen Haushalte haben schnellen Breitbandzugang von mindestens 30 Mbps. Das bedeutet eine siebenfache Steigerung im Vergleich zu 2010. Spitzenreiter sind die Niederlande und Malta. Nur 8 Prozent der Haushalte haben einen ultraschnellen Internetzugang (mindestens 100 Mbps). Am besten schneiden Rumänien, Schweden und Lettland ab. Sehr stark gestiegen ist die Zahl der Haushalte, die den mobilen Internetzugang nutzen: um 21 Prozentpunkte auf 69 Prozent der Haushalte.

Außerdem hat die EU-Kommission heute eine Umfrage zu digitalen Kommunikation veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Europäer immer mehr auf internetbasierte Kommunikation setzen. Neun von zehn Befragten bevorzugen die Kommunikation über Mobiltelefone. 75 Prozent nutzen SMS, 69 E-Mails, 67 Prozent Festnetzanrufe und 53 Prozent Sofortnachrichten. In allen Mitgliedstaaten gibt es große Unterschiede zwischen den Generationen. 68 Prozent der 15 bis 24jährigen beispielsweise nutzen Sofortnachrichten während es in der Generation 55+ nur 12 Prozent sind.

Quelle und weitere Informationen:

  • Bericht zum digitalen Fortschritt in Deutschland
  • Umfrage zu digitalen Kommunikation, deutsche Zusammenfassung