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Roaminggebühren sinken weiter, ab 15. Juni 2017 entfallen sie völlig

Europa |

Wer im EU-Ausland telefoniert oder ins Internet geht, zahlt seit Anfang Mai erneut weniger Gebühren. Gleichzeitig treten neue Regeln in Kraft, mit denen erstmals strenge Vorschriften für Netzneutralität im EU-Recht verankert werden, die allen EU-Bürgerinnen und Bürger einen diskriminierungsfreien Zugang zu Internetinhalten garantieren.

Seit Monatsbeginn können die Betreiber auf die national geltenden Tarife nur noch geringe zusätzliche Gebühren erheben. Diese betragen (ohne Mehrwertsteuer): 0,05 Euro pro Minute eines Anrufs, 0,02 Euro für jede gesendete SMS und 0,05 Euro pro Daten-MB. Ab 15. Juni 2017 entfallen die Roaming-Gebühren komplett. Mobilfunknutzer zahlen dann bei Reisen innerhalb der EU denselben Preis wie zu Hause. Außerdem gelten ab morgen erstmals strenge Vorschriften für Netzneutralität, die allen EU-Bürgerinnen und Bürger einen diskriminierungsfreien Zugang zu Internetinhalten garantieren.

"Wir sind jetzt auf der Zielgeraden vor dem Ende jeglicher Roaming-Gebühren im Jahr 2017", zeigte sich EU-Kommissionsvizepräsident Andrus Ansip, zuständig für den digitalen Binnenmarkt, zufrieden: dabei gehe es nicht nur darum, dass die Europäer Geld sparten, sondern auch darum, Hindernisse im digitalen Binnenmarkt zu beseitigen. Und Günther Oettinger, EU-Kommissar für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft, ergänzte: "Diese Regeln schützen das Recht jeden Europäers auf Zugang zu Online-Inhalten ihrer Wahl, ohne Beeinträchtigung oder Diskriminierung. Sie werden verhindern, dass der Binnenmarkt zersplittert ist, indem sie legale Sicherheit für die Wirtschaft schaffen und es einfacher machen, grenzüberschreitend zu arbeiten."

Weitere Informationen:

  • Pressemitteilung: Kommission begrüßt Vereinbarung zur Abschaffung der Roaminggebühren und zur Sicherstellung des offenen Internets
  • Fragen und Antworten zu Roaming-Gebühren
  • Website zu Roaming-Gebühren