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Europäische Kommission ruft zu gemeinsamen Einsatz von EU-Strukturfonds und von Europäischen Fonds für Strategische Investitionen auf

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Die Europäische Kommission hat lokale und regionale Behörden, Unternehmen und potentielle Projektinteressenten aufgerufen, den Europäischen Fonds für Strategische Investitionen zusammen mit Finanzmitteln aus den Europäischen Strukturfonds für (Infrastruktur)Projekte zu nutzen. Am 22.02.2016 hat die Europäische Kommission zur Information von möglichen Projektträgern sog. strategische Leitlinien veröffentlicht, die eine praktische Hilfestellung für die Kombination von beiden Fonds bieten.

Die EU-Struktur- und Investitionsfonds geben in der jetzigen Förderperiode (2014 - 2020) milliardenschwere finanzielle Unterstützung für zukunftsweisende Projekte u.a. in den Bereichen Forschung, Innovation, Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen, Klimaschutz und CO2-arme Wirtschaft, neue Informationstechnologien. So erhalten Deutschland bzw. die Bundesländer bis 2020 eine Finanztranche in Höhe von 27,5 Mrd. € aus dem EU-Haushalt, die sie durch die Aufstockung durch eigene Finanzmittel noch verdoppeln können.

Beide Fonds sind zwar unterschiedlich konzipiert, können und sollen aber komplementär eingesetzt werden, um sich in ihrer Wirkung zu ergänzen. Die Europäische Kommission betont ausdrücklich, dass jedes wirtschaftlich tragfähige Projekt, das Wachstum und Beschäftigung bewirken kann und mit den Investitionsprioritäten von EU- und Investitionsfonds und von EFSI in Übereinstimmung stehen, für eine entsprechende kombinierte Finanzierung in Frage kommt.

Der Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), Ambroise Fayolle, erklärte hierzu: "Wenn EU-Struktur- und Investitionsfonds gemeinsam mit dem EFSI genutzt werden, kann die EIB nachhaltiges Wachstum in den Ländern und Regionen Europas fördern. Durch die Kombination von EU-Finanzhilfen und EIB-Finanzierungen wird unsere Bank neue Empfängerkreise erschließen, vor allem in Investitionsplattformen zusammengeschlossene kleinere Projekte".

In diesem Zusammenhang macht der Vize-Präsident darauf aufmerksam, dass das soeben eingerichtete Europäische Investitionsvorhabenportal in der EU ansässigen öffentlichen und privaten Projektträgern die Möglichkeit gibt, über ein Webportal Investoren auf der ganzen Welt zu erreichen. Zusätzlich erhalten sie hier Zugang zu einem großen Netz von Beratern, die sie bei der Entwicklung, Strukturierung und Finanzierung ihres Vorhabens unterstützen können".

Die Beratungsplattform kann von öffentlichen Stellen und Unternehmen über folgendes Kontaktformular angeschrieben werden: http://www.eib.org/eiah/contact/index.htm

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 22.02.2016
  • Europäischen Investitionsvorhabenportal