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Die Europäische Kommission ist hochrangig bei der UN-Klimakonferenz in Paris vertreten - Kommissionspräsident Juncker und EU-Kommissare nehmen teil

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Die Europäische Kommission ist hochrangig auf der UN-Klimakonferenz in Paris vertreten. Schon im Vorfeld der Konferenz hatte Kommissionspräsident Juncker das Engagement der EU in den vergangenen Jahren und den Einsatz für ein verbindliches und ehrgeiziges Klimaabkommen bekräftigt. "Die EU möchte in Paris eine ehrgeizige und verbindliche Vereinbarung erzielen. Wir haben als erste unsere Klimazusage im März vorgelegt, die nach wie vor den bisher ehrgeizigsten Beitrag darstellt. Unser Ziel, dem weltweiten Temperaturanstieg bis Ende dieses Jahrhunderts auf weniger als 2 C zu halten, kann immer noch erreicht werden. Derzeit sind wir Zeugen einer bisher einmaligen weltweiten Bewegung. Und ich hoffe, dass sie nächste Woche in den Verhandlungen zu konkreten Maßnahmen führen wird. Wenn die Welt in Paris liefert, wird die Menschheit über ein internationales Programm zur wirksamen Bekämpfung des Klimawandels verfügen".

Bei der Eröffnung der 21. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP21) betonte Juncker, dass Versprechungen nicht ausreichten, sondern eine bindende, solide und dauerhafte Übereinkunft mit dem langfristigen Ziel einer CO2-neutralen Wirtschaft erforderlich sei. Er rief die Staats- und Regierungschefs auf, den Übergang zu einer neuen CO2-armen und chancenreichen Wirtschaft zu beschleunigen und zu einem verantwortungsbewussten, solidarischen Übereinkommen zu finden. "Zur Aufrechterhaltung unseres derzeitigen Lebensstils mit unseren derzeitigen Produktions- und Konsumgewohnheiten bräuchten wir mindestens vier Planeten, wir haben aber nur diesen", sagte der Kommissionspräsident.

Die Europäische Kommission will in Paris ein umfassendes, dauerhaftes und dynamisches Übereinkommen erreichen, das neben der Begrenzung des Klimawandels auch dazu beitragen soll, eine nachhaltige Entwicklung in der EU und weltweit zu sichern.

Die EU selbst hatte bereits in 2007 beschlossen, ihre CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent gegenüber 1990 zu senken und kann bereits konkrete Erfolge vorweisen; so sind die CO2-Emissionen bereits um 23 Prozent zurückgegangen und das Bruttoinlandsprodukt der EU ist seitdem um 46 Prozent gewachsen.

In seiner Eröffnungsrede verwies Juncker darauf, dass die EU im Jahr 2014 für klimapolitische Maßnahmen in den Entwicklungsländern 14,5 Mrd. € bereitgestellt habe. In den kommenden Jahren müssten noch größere Anstrengungen unternommen werden, um finanziell zu helfen.

Neben dem Kommissionspräsidenten werden in der Zeit vom 01. - 06. Dezember 2015 fünf EU-Kommissare an den Verhandlungen teilnehmen, u.a. am 02.12. 2015, der EU-Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides, an der Sitzung zur Klimaresistenz die EU-Kommissarin für Verkehr, Violetta Bulc, an den Gesprächen zur Finanzierung des Klimawandels, der EU-Kommissar für Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten, Steuern und Zoll, Pierre Moscovici, an der EU-Veranstaltung zur Reduzierung von Luftverschmutzung der EU-Kommissar für Umwelt, Meerespolitik und Fischerei, Karmenu Vella und an den Gesprächsrunden zum Emissionshandel und erneuerbaren Energien nimmt der EU-Kommissar Miguel Arias Canete teil.

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 27.11.2015
  • EU-Aktuell vom 01.12.2015