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Europäische Kommission bewilligt für Forschung und Innovations-Programm 16 Milliarden Euro für die Jahre 2016/2017

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Am 13.10.2015 hat die Europäische Kommission im Rahmen des EU-Programms Horizont 2020 für die beiden kommenden Jahre 2016 und 2017 16 Mrd. Euro gebilligt. Horizont 2020 ist das größte Forschungsprogramm der Welt und ist mit 77 Mrd. Euro für die Jahre 2014 - 2020 ausgestattet; es ist am 01. Januar 2014 gestartet. Die Finanzmittel sollen in Forschungs- und Innovationsprojekte investiert werden, die die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Europas fördern und die Grenzen des menschlichen Wissens erweitern sollen. Daher sollen die bewilligten Summen hauptsächlich in die Verbesserung des täglichen Lebens, wie Gesundheit, Umwelt, Verkehr, Nahrungsmittel und Energie fließen.

Das Arbeitsprogramm 2016/2017 enthält eine Bandbreite von Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen, Ausschreibungen und anderer Maßnahmen. Die neuen Fördermöglichkeiten sind direkt auf die von Kommissionspräsident Juncker festgelegten politischen Schwerpunkte abgestimmt; zu diesen gehören die Förderung von Wachstum, Investitionen und Arbeitsplätze, digitaler Binnenmarkt, Energieunion und Klimaschutz, die Förderung einer stärkeren Wirtschaft und die EU als globaler Akteur.

Schwerpunkte des Arbeitsprogramms 2016/2017

Die Schwerpunkte liegen auf den langfristigen Prioritäten der EU und den drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen, die Europäische Kommission betont aber auch, dass sich das Programm auch sehr schnell auf neu auftretende Probleme einstellen kann, wie z.B. der Ausbruch neuer Krankheiten. Folgende Querschnittsinitiativen werden unterstützt:

  • Die Modernisierung des verarbeitenden Gewerbes in der EU (1 Mrd. €)
  • Technologien und Normen für automatisiertes Fahren (über 100 Mio. €)
  • Das Internet der Dinge (139 Mio. €) im Zusammenhang mit der Digitalisierung der EU-Wirtschaft
  • Industrie 2020 und Kreislaufwirtschaft (670 Mio. €)
  • Der Aufbau starker und tragfähiger Volkswirtschaften und intelligente und nachhaltige Städte (232 Mio. €), damit Umwelt, Verkehr, Energie und digitale Netze in urbanen Gebieten der EU besser miteinander vernetzt werden
  • Bereitstellung von mindestens 8 Mio. € für Forschungsarbeiten zur Sicherung der EU-Außengrenzen, um Menschenhandel und Schmuggel erkennen und unterbinden zu können
  • Bereitstellung von 27 Mio. € für neue Technologien zur Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus
  • Bereitstellung von 15 Mio. € für die Erforschung von Ursachen und Auswirkungen der Migrationsströme in Europa
  • Bereitstellung von 5 Mio. € zur Bekämpfung des kritischen Ausbruchs des Olivenbaumschädlings

Der für Forschung, Wissenschaft und Innovation zuständige EU-Kommissar Carlos Moedas sagte anlässlich der Verabschiedung: "Forschung und Innovation sind die Motoren des Fortschritts in Europa und werden dringend benötigt, um die heutigen drängendsten Probleme wie Immigration, Klimawandel, saubere Energie und gesunde Gesellschaften bewältigen zu können": Das Programm solle wissenschaftliche Spitzenleistungen in Europa fördern, die sich spürbar auf das Leben der Menschen auswirken werden.

Verbesserung der Förderwirkung

Mit dem kommenden 2-Jahresprogramm soll auch die Wirkung des Horizont-2020-Programms verstärkt werden. Es soll vor allem sichergestellt werden, dass mehr Geld für innovative Unternehmen zur Verfügung steht. Dies wird durch neue Möglichkeiten zur Mobilisierung von Kapital erreicht, die vom Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) unterstützt werden. Zusätzlich werden die Forschungs- und Innovationstätigkeiten von ca. 2000 KMU's mit über 740 Mio. Europa gefördert. Schließlich sollen Synergien mit anderen EU-Programmen erzielt werden, d.h. diese sollen sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 18.10.2015