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2015 wird "Europäisches Jahr für Entwicklung" - Europäischer Rat und Europäisches Parlament einigen sich auf das Motto "Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft"

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Mit gemeinsamem Beschluss vom 16. April 2014 von Europäischem Rat und Europäischem Parlament wurde das Jahr 2015 zum „Europäischen Jahr für Entwicklung“ ausgerufen und unter das Motto „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“ gestellt. Ziele des Europäischen Jahres sind:

  1. Die Bürgerinnen und Bürger in der EU und die Mitgliedstaaten über die Entwicklungszusammenarbeit zu informieren,
  2. die Förderung der unmittelbaren Einbindung und des aktiven Interesses der Unionsbürgerinnen und –bürger und die Einbindung der Interessenträger an der Entwicklungszusammenarbeit
  3. die Schärfung des Bewusstseins für den Nutzen der Entwicklungszusammenarbeit der EU für die Empfänger der Entwicklungshilfe, die Erzielung eines breiten Verständnisses für die Entwicklungsarbeit und die Förderung des Gefühls der gemeinsamen Verantwortung, Solidarität und Chancen bei den Bürgerinnen und Bürgern in Europa und in den Entwicklungsländern.

Zur Erreichung dieser Ziele plant die Europäische Kommission eine umfassende Informations- und Kommunikationskampagne auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene. Hierzu gehören:

  1. die Organisation von Konferenzen, Veranstaltungen und Initiativen zur Erreichung aller einschlägigen und zur Förderung einer aktiven Teilnahme, Diskussion und Sensibilisierung auf allen Ebenen,
  2. die Durchführung konkreter Maßnahmen in den EU-Mitgliedstaaten, die auf die Förderung der Ziele des Europäischen Jahres ausgerichtet sind, insbesondere Bildungsarbeit im Entwicklungsbereich, den Austausch von Informationen und die Weitergabe von Erfahrungen und bewährten Beispielen zwischen nationalen, regionalen und lokalen Gebietskörperschaften und anderen Einrichtungen
  3. Die Durchführung von Studien und Erhebungen und die Verbreitung ihrer Ergebnisse
  4. Die Durchführung weiterer Maßnahmen, die die Europäische Kommission für sinnvoll zur Umsetzung der Ziele des Europäischen Jahres ansieht

Die EU-Mitgliedstaaten sollen bis zum 01. September 2014 nationale Durchführungsprogramme bei der Europäischen Kommission vorlegen. Jeder Mitgliedstaat soll einen eigenen Koordinator ernennen, der für die Organisation der Beteiligung seines Landes an dem Jahr zuständig ist und die Koordination auf nationaler Ebene übernimmt. Der Koordinator soll in Abstimmung mit der Europäischen Kommission ein breites Spektrum einschlägiger Interessenträger, d.h. nachgeordnete stattliche Ebene, regionale und lokale Gebietskörperschaften, Zivilgesellschaft, private Organisationen, Parlament, Sozialpartner, konsultieren und gemeinsam mit ihnen entsprechende Veranstaltungen und Projekte entwickeln.

Die Finanzierung der vielfältigen Maßnahmen erfolgt primär durch die EU-Mitgliedstaaten und teilweise durch bereits vorhandene Förderinstrumentarien der Europäischen Kommission.

Hintergrund

Der Rat der EU und das Europäische Parlament beschließen auf Vorschlag der Europäischen Kommission für jedes Jahr ein Thema, dass das Ziel hat, dieses in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen. Der jeweilige Themenschwerpunkt soll auf allen Ebenen diskutiert und durch unterschiedliche Veranstaltungsformate diskutiert und durch besonders ausgerichtete Projekte umgesetzt werden.