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Europäische Kommission legt Mitteilung für Steigerung der Energieeffizienz um 30 Prozent vor

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Die Europäische Kommission hat in einer Mitteilung vom 23.07.2014 vorgeschlagen, die Energieeffizienz in der EU bis 2030 auf 30 Prozent zu erhöhen. Das bereits für das Jahr 2020 beschlossene Ziel von 20 Prozent Energieeinsparungen ist nach Ansicht der Europäischen Kommission erreichbar, wenn alle EU-Mitgliedstaaten ihre Anstrengungen intensivieren und gemeinsam beschlossene Rechtsvorschriften umsetzen. Nach aktuellen Prognosen rechnet die EU mit Einsparungen von 18-19 Prozent in 2020.

Der für Energie zuständige deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger erklärte anlässlich der Vorlage: "Unser Vorschlag ist die Triebfeder, die es der EU gestattet, auf kostenwirksame Weise mehr Versorgungssicherheit, Innovation und Nachhaltigkeit zu erreichen. Es ist ein ehrgeiziges und dennoch realistisches Ziel. Unser Ziel ist es, das richtige Marktsignal zu senden und einen Anreiz für weitere Investitionen in energieeffiziente Technologien zu schaffen, von denen sowohl die Unternehmen als auch die Verbraucher und die Umwelt profitieren werden".

Bereits zu Beginn des Jahres hatte die Europäische Kommission vorgeschlagen, bis 2030 die Treibhausgasemissionen der EU um 40 Prozent zu senken (im Vergleich zu 1990) und den Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch auf 27 Prozent zu steigern. Das jetzt komplementär verabschiedete Energieeffizienzziel soll nicht nur neue Perspektiven für europäische Unternehmen eröffnen, sondern auch zu erschwinglichen Energiepreisen für Verbraucher beitragen und die Versorgungssicherheit durch einen spürbaren Rückgang der Erdgaseinfuhren sichern.

Hintergrund:

Die Energieeffizienz-Richtlinie der EU vom 25.10.2012 führt rechtsverbindliche Maßnahmen ein, die sicherstellen sollen, dass das Ziel einer um 20 Prozent effizienteren Energienutzung bis 2020 erreicht wird. Bisher haben die EU-Mitgliedstaaten Italien, Zypern, Dänemark, Malta und Schweden die vollständige Umsetzung der Energieeffizienz-Richtlinie in nationales Recht mitgeteilt. 

Über die neuen Vorschläge für die Energieziele für 2030 müssen nun das Europäische Parlament und der EU-Ministerrat entscheiden.

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 23.07.2014
  • http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/12575_de.htm
  • http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-856_de.htm