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Eurobarometer-Umfrage nach den Europawahlen: Bürgerinnen und Bürger beurteilen Zukunft der EU positiver

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In der ersten Eurobarometer-Umfrage nach den Wahlen zum Europäischen Parlament zeigt sich, dass die Bürgerinnen und Bürger die Zukunft der EU wieder positiver sehen; zudem haben dank der Debatten während der Europawahlen auch immer mehr Menschen den Eindruck, dass ihre Stimme in der EU zählt, von 29 Prozent im November 2013 stieg der Prozentsatz auf 43% im Frühjahr/Sommer 2014. Dies stellt den höchsten Stand dar seit die spezielle Frage vor zehn Jahren erstmals gestellt wurde. Die Auswertung der Interviews ergab ebenfalls, dass sich 65 Prozent der Befragten als EU-Bürgerinnen und -Bürger fühlen, verglichen mit 59% in der letzten Eurobarometer-Umfrage vom Herbst 2013.

Zu den Ergebnissen sagte der für interinstitutionelle Beziehungen und Verwaltung zuständige EU-Kommissar Maros Sefcovic: "Wir haben schwierige Zeiten hinter uns, aber nun scheint sich das Blatt für Europa zu wenden. Unsere gemeinsamen Anstrengungen, Europa auf den Pfad der wirtschaftlichen Erholung zu führen, zeigen nun Wirkung. Nicht nur bei den Konjunkturindikatoren ist ein Aufwärtstrend zu beobachten, auch die Einschätzung der Bürgerinnen und Bürger zur Wirtschaftslage ist positiver. Es sind sicherlich auch die zahlreichen Debatten rund um die Europawahl - nicht zuletzt die Bürgerdialoge und das Spitzenkandidatenprinzip, die Europa den Bürgerinnen und Bürgern nähergebracht haben".

Insgesamt werden die Wirtschaftslage und die Zukunft der EU zunehmend positiv beurteilt. Zum ersten Mal seit dem Beginn der Finanzkrise in 2008 glauben wieder mehr Europäer, dass sich die wirtschaftliche Lage in den nächsten 12 Monaten verbessern wird; und zum ersten Mal seit sieben Jahren  ist der Prozentsatz der EU-BürgerInnen, die der Auffassung sind, dass die Auswirkungen der Krise auf dem Arbeitsmarkt ihren Höhepunkt erreicht haben, größer geworden.

Die Gemeinschaftswährung Euro findet eine immer größere Zustimmung, in Portugal und Griechenland stieg der Prozentsatz der Befürworter um fünf Prozent, in Lettland und Zypern sogar um 10 Prozent seit der letzten Umfrage; auch in Litauen, dass zum 01. Januar 2015 der Eurozone beitreten soll, hat sich der Prozentsatz der Bürgerinnen, die dem Euro positiv gegenüberstehen, um 10 Prozentpunkte erhöht.

Die Standard-Eurobarometer-Umfrage wurde vom 31. Mai bis 14. Juni 2014 im Rahmen persönlicher Gespräche durchgeführt.

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 25.07.2014
  • http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/12589_de.htm