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Zum Internationalen Frauentag fordert die Europäische Kommission mehr Lohntransparent bei Frauen und Männern

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Anlässlich des Internationalen Frauentages am 08. März 2014 hat die Europäische Kommission noch einmal auf das Lohngefällezwischen Männern und Frauen hingewiesen und angekündigt, dass sie verstärkt dagegen vorgehen will. In diesem Zusammenhang forderte sie die Europäischen Mitgliedstaaten auf, sich insbesondere bei Löhnen und Gehältern um mehr Transparenz zu kümmern. Nach Recherchen der Europäischen Kommission verdienen Frauen in der Europäischen Union durchschnittlich immer noch 16,4% weniger als Männer, in Deutschland verdienen sogar 22,4% der Frauen weniger als Männer in vergleichbaren Positionen.

In ihrer Empfehlung  empfiehlt die EU-Kommission den Mitgliedstaaten eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Transparenz, unter anderem Auskunftsrechte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Sachen Löhne und Gehälter, Berichterstattungspflichten für Unternehmen, Entgeltaudits für Großunternehmen und die Einbeziehung von Aspekten der Lohngleichheit in die Tarifverhandlungen. Die Mitgliedstaaten müssen der Kommission bis Ende 2015 berichten, welche Maßnahmen sie zur Umsetzung der Empfehlungen ergriffen haben. Anschließend wird die Kommission bewerten, welche Fortschritte erzielt wurden und ob weiterer Handlungsbedarf besteht.

Die für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft zuständige EU-Kommissarin, Viviane Reding erklärte zu der Empfehlung der Europäischen Kommission: "Frauen dürfen nicht schlechter bezahlt werden, nur weil sie im Unklaren darüber gelassen werden, was ihre männlichen Kollegen verdienen. Mehr Transparenz wird dazu beitragen, das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen aus der Welt zu schaffen. Ich hoffe, die Mitgliedstaaten nehmen die Herausforderung an und sorgen dafür, dass Frauen nicht länger den Kürzeren ziehen. Gemeinsam können wir die Gleichstellung von Frauen und Männern zur Wirklichkeit werden lassen - nicht nur am Internationalen Frauentag, sondern 365 Tage im Jahr."

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 07.03.2014