Europafahne
© 494148965, iStock | Volle Größe

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Europäische Verbraucherzentren legen Jahresbericht vor - Immer mehr Bürgerinnen und Bürger lassen sich beraten

Europa |

Die Europäische Kommission hat über die Jahresberichte der Europäischen Verbraucherzentren (EVZ) in der Europäischen Union informiert; danach wurden im vergangenen Jahr EU-weit über 80.000 Anfragen europäischer Bürgerinnen und Bürger bearbeitet, dies entspricht einer Steigerung um 11% gegenüber 2012. Von den 80.272 Anfragen der VerbraucherInnen waren 35.522 Beschwerden (Erhöhung um 9% gegenüber 2012), durch die kostenlose Beratung der EVZ konnten zwei Drittel der Fälle zugunsten der VerbraucherInnen geregelt werden.

Laut Bericht der Europäischen Kommission betraf ein Drittel der Beschwerden den Verkehrsbereich (insbesondere Luftfahrt mit 18,3%) und die Mietwagenanmietung, weitere Streitthemen waren Haushaltsgeräte, Probleme beim Ticketkauf für Sport- und Kulturveranstaltungen und Teilnutzungsverträge.

In etwas mehr als 15% der Beschwerden ging es um Waren, die nicht geliefert oder Dienstleistungen, die nicht erbracht wurden, bei 12% gab es Streit beim Abschluss eines Kaufvertrages.

Anlässlich der Vorstellung des Jahresberichts sagte die für Verbraucherpolitik zuständige EU-Kommissarin Neven Mimica: "Indem sie Verbraucherinnen und Verbrauchern grenzüberschreitend helfen, leisten die Europäischen Verbraucherzentren einen wertvollen Beitrag zum Binnenmarkt. Die von den EVZ erzielten Ergebnisse sind ein Beleg dafür, dass die im Rahmen des Verbraucherprogramms der Kommission bereitgestellten Mittel letztlich denen zugute kommen, die sie am meisten benötigen, nämlich den Verbrauchern sowie den seriösen und innovativen Unternehmen in der EU".

Nach Untersuchungen der Europäischen Kommission wenden sich mehr VerbraucherInnen als früher an die EVZ, weil sie heute besser ihre Rechte kennen und zugleich von der Existenz der Verbraucherzentren wissen. Außerdem kaufen bzw. bestellen Verbraucher häufiger in anderen Ländern, auch um verstärkt nach günstigen Angeboten zu suchen.

Hintergrund:

Das Netz der Europäischer Verbraucherzentren (European Consumer Centres = EEC-Net) wurde im Jahr 2005 eingerichtet, es gibt zwischenzeitlich Zentren in 30 Ländern, d.h. in allen 28 EU-Mitgliedstaaten und in Island und Norwegen. In jedem europäischen Land existiert mindestens 1 Europäisches Verbraucherzentrum, in Deutschland gibt es zwei, in Kiel und in Kehl. Die EVZ werden gemeinsam von der Europäischen Kommission und den Regierungen der europäischen Staaten finanziert, in Deutschland werden die beiden Zentren vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziell gefördert.

Die EVZ beraten die FragestellerInnen über ihre Verbraucherrechte und beraten bei Streitfällen mit einem Anbieter aus dem Ausland. Zur außergerichtlichen Beilegung der Streitfälle arbeiten die nationalen Juristen der EVZ eng zusammen. Daneben sammeln die EVZ Informationen über aktuelle Verbraucherprobleme und bereiten diese statistisch für die Politik auf.

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 19.02.2014

Adressen der beiden Europäischen Verbraucherzentren in Deutschland:

  1. Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland
    Bahnhofsstraße 3
    77694 Kehl
    Tel.: 07851-991 480
    Fax: 07851-991 4811
    e-mail: info@cec-zev.eu
  2. Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland
    Andreas-Gayk-Strasse 15
    24103 Kiel
    Tel.: 07851-991 480
    Fax: 07851-991 4811
    e-mail: info@cec-zev.eu