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Eurobarometer-Umfrage: EU-Bürgerinnen und Bürger glauben, dass mehr Klimaschutz den Arbeitsmarkt ankurbeln kann

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Eine Eurobarometer-Umfrage von Ende November/Anfang Dezember 2013 belegt, dass die Bürgerinnen und Bürger in der Europäischen Union der Meinung sind, dass umweltfreundliches Wirtschaften und eine effiziente Energienutzung Arbeitsplätze schaffen und die Wirtschaft in Schwung bringen kann.

Von den deutschen BürgerInnen sind 70% der Ansicht, dass der Klimawandel zu den gravierendsten Problemen weltweit gehört, bei den EU-BürgerInnen sehen das 50 Prozent der Befragten ebenso. Insgesamt sehen alle EU-BürgerInnen den Klimawandel weltweit als sehr ernstes Problem nach Armut und Wirtschaftslage. Es sind sich 80 Prozent der Befragten EU-weit darin einig, dass Klimaschutz­maßnahmen und eine nachhaltige Energienutzung Wirtschaft und Arbeitsmarkt beleben können,  dieser Ansicht sind vor allem BürgerInnen in den von der Wirtschafts- und Finanzkrise am stärksten betroffenen Staaten wie Griechenland, Zypern, Malta, Spanien oder Irland, die sich für strengere Klimaziele aussprechen. Nach der Auswertung finden 48% der Befragten, dass ihre nationale Regierung verantwortlich dafür sei, den Klimawandel zu stoppen, 39% sehen diese Verantwortung bei der Europäischen Union. Jeder zweite der EU-weit befragten BürgerInnen gibt an, selber etwas gegen den Klimawandel zu tun, etwa durch Trennung oder Reduzierung von Müll.

Anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse sagte der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso: "Es muss nicht zwischen Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz gewählt werden - kostenwirksame Klimaschutzmaßnahmen SIND wirtschaftlich. Es freut mich zu hören, dass die europäischen Bürger dies erkennen. Dieses Umfrageergebnis sendet ein starkes Signal an die europäischen Staats- und Regierungschefs, im Interesse eines nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwungs rigoros gegen den Klimawandel vorzugehen. Es zeigt auch meinen Dienststellen, dass sie gut daran tun, ihre ehrgeizigen Klimaschutzziele für Europa weiter zu verfolgen."

Die für die Klimapolitik zuständige EU-Kommissarin, Connie Hedegaard, bemerkte in diesem Zusammenhang: "Die Umfrage bestätigt, dass eine deutliche Mehrheit der Europäer erwartet, dass ihre Politiker das Klimaproblem jetzt angehen. Die Bürger wissen, dass der Klimawandel weiterging, während ihre Regierungen sich um eine Lösung für die Wirtschaftskrise bemühten. Es ist nicht eine Frage der Entscheidung zwischen Wachstum sprich Wettbewerbsfähigkeit, und Klimaschutz. Es ist eine Frage von beidem. Es muss beides sein. Ich hoffe, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs aufhorchen und auf der für die zweite Monatshälfte anberaumten Tagung des Europäischen Rates, wenn sie unsere Klimaschutz- und Energievorschläge bis 2030 erörtern, in diesem Sinne handeln werden."

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell vom 03.03.2014