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Riga und Umeå sind die Kulturhauptstädte Europas 2014

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Riga (Lettland) und Umeå (Schweden) sind die beiden Kulturhauptstädte 2014; der offizielle Start der Kulturprogramme war in der lettischen Hauptstadt am 17.01.2014 und in Umeå wird das Kulturprogramm am 31. Januar 2014 beginnen.

In Riga bildeten die Einwohner eine Menschenkette, um Bücher von Hand zu Hand von der alten Nationalbibliothek zum neu errichteten Gebäude weiterzugeben, dies in Erinnerung an die Menschenkette im Jahr 1989 als sie gemeinsam mit den Menschen in Estland und Litauen die Aktion "Baltischer Weg" durchführten, um ihrer Hoffnung auf Unabhängigkeit gegenüber der früheren Sowjetunion zum Ausdruck zu bringen. In Umeå findet zum Auftakt des Jahres u.a. ein Licht- und Musikfestival statt.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, erklärte zu Beginn der Feierlichkeiten: "Dies ist der Augenblick, auf den Riga und Umeå sich vorbereitet und auf den sie gewartet haben, seit sie als Kulturhauptstädte Europas ausgewählt wurden. Die Eröffnungsveranstaltungen werden ein fantastisches Jahr kultureller Aktivitäten einläuten, die nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt und der Region, sondern auch Menschen von viel weiter her ansprechen sollen. Die Kulturhauptstadt Europas ist seit nunmehr fast 30 Jahren eine großartige Erfolgsgeschichte. Der Titel bietet den Städten eine einmalige Gelegenheit, um ihre Kulturgüter zur Geltung zu bringen und positive Impulse für die langfristige Entwicklung zu setzen. Er ist ausgesprochen wichtig für den Tourismus, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Neubelebung der Städte. Ich wünsche beiden Kulturhauptstädten 2014 viel Erfolg!"

Hintergrund:

Die Kulturhauptstadt Europas geht auf eine Initiative der Europäischen Kommission zurück und wurde 2006 in einem gemeinsamen Beschluss mit dem Europäischen Parlament festgeschrieben. Jedes Jahr werden zwei Städte aus den EU-Mitgliedstaaten auf der Grundlage eines Kulturprogramms von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Das Kulturprogramm muss eine europäische Dimension haben, Menschen aller Altersgruppen einbinden und zur langfristigen Entwicklung der Stadt beitragen. Das Kulturhauptstadtjahr ist daher eine große Chance für die ausgewählten Städte, durch ein ehrgeiziges Programm bekannt zu werden und dadurch den Tourismus zu steigern. Nach den Erfahrungen der Europäischen Kommission wirken sich der Titel und das Programm langfristig und nachhaltig aus, nicht nur kulturell, sondern auch wirtschaftlich und sozial und dass für die Stadt und ihr Umland. Eine Studie der Europäischen Kommission belegt, dass sich der Tourismus im Vergleich zum Jahr vor dem Kulturhauptstadtjahr im Durchschnitt um 12% erhöht.

Zur Organisation und Durchführung des Kulturhauptstadtjahres erhalten die Städte neben einer eigens dafür vorgesehenen finanziellen Förderung in Höhe von 1,5 Mio. auch zweistellige Millionenbeträge aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung.

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Nachrichten der Europäischen Kommission vom 16.01.2013