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Eurobarometer-Umfrage II: Bürgerinnen und Bürger in der Europäischen Union wollen mehr über ihre Rechte wissen

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In einer weiteren Eurobarometer-Umfrage, die die Europäische Kommission am 22. Februar 2013 vorgestellt hat, haben die befragten EU-Bürgerinnen und -Bürger deutlich gemacht, dass sie mehr über ihre Rechte als EU-BürgerInnen erfahren wollen. Von den seit 1993 zusätzlich bestehenden Unionsbürgerrechten interessiert die Deutschen am meisten, wie sie medizinische Versorgung in einem anderen EU-Mitgliedsland erhalten können (21%), gefolgt von Informationen über die Rechte, die sie als Einwohner eines anderen Mitgliedstaates hätten (18%), ein ähnlich hoher Prozentsatz interessiert sich dafür, welche Rechte sie als Arbeitnehmer/in in einem anderen EU-Mitgliedstaat hätten (21%) und wie der Verbraucherschutz entsprechend geregelt ist (14%).

Die BürgerInnen in der Europäischen Union entdecken Europa über Reisen; eine Mehrheit der Deutschen hat in den vergangenen zwölf Monaten vor der Befragung eines oder mehrere EU-Länder besucht, damit gehören die Deutschen zu den reisefreudigsten Europäern. Die Prozentzahlen zeigen, dass die Luxemburger (91%), die Dänen (76 5), die Schweden (69%), die Österreicher (68%) und die Belgier (67%) am meisten in die europäischen Länder fahren. Nach eigenen Angaben haben 64% der Deutschen während ihrer Reisen vom Schengenraum (keine Grenzkontrollen in 24 EU-Mitgliedstaaten und in den EWR-Staaten Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen und der Schweiz) profitiert, die Möglichkeit, in einem anderen EU-Land online einzukaufen, nutzen 19% der Deutschen und 20% der EU-BürgerInnen. Allerdings haben in dem Jahr vor der Befragung nur 27% der Deutschen und nur 25% der befragten EU-BürgerInnen ein Buch, eine Zeitung oder ein Magazin in einer anderen Sprache gelesen. Um die neuesten Nachrichten zu erfahren, nutzen laut der Umfrage 29% der Deutschen und 23% der EU-BürgerInnen soziale Medien. Die mit Abstand wichtigste Informationsquelle für Informationen über Europa ist für die Deutschen (60%) und für die EU-BürgerInnen (58%) das Fernsehen, an zweiter Stelle folgen für die Deutschen 46%) und die EU-BürgerInnen (37%) die Printmedien.

Über das seit dem 01.04.2012 bestehende Instrument der Bürgerbeteiligung (Europäische Bürgerinitiative) sind Deutsche wie EU-BürgerInnen gleichermaßen informiert, gehen aber nicht davon aus, dass sie von dieser Initiative Gebrauch machen werden. Beide Gruppen würden, wenn notwendig, davon Gebrauch machen für die Grundrechte (31%), in der Arbeits- und Beschäftigungspolitik (29%), beim Umweltschutz (26%), im Bereich Bildung (26%), bei der Altersversorgung (23%), beim Verbraucherschutz (23%) und bei der Energiepolitik (21%).

Zu den Ergebnissen der Umfrage sagte die für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft zuständige EU-Kommissarin und Vize-Präsidentin der Europäischen Kommission, Frau Viviane Reding, "Die Europäer wissen um ihre Rechte als EU-Bürger und schätzen diese mehr als je zuvor".

Für Deutsche (45%) wie EU-BürgerInnen (30%) ist die Schaffung eines dauerhaften Friedens und die Sicherung von Demokratie die größte Errungenschaft der Europäischen Union, danach wurden als wesentliche Vorteile der freie Verkehr von Personen, Gütern und Dienstleistungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten genannt (Deutsche 38%, EU-BürgerInnen 28%)

Quelle und weitere Informationen:

  • EU-Aktuell der Europäischen Kommission Deutschland vom 22.02.2013