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Rhein-Kreis Neuss ist weiterhin Träger des Europainformationszentrums Mittlerer Niederrhein - Europäische Kommission bewilligte Ende vergangenen Jahres 55 Europe Direct Informationszentren in ganz Deutschland 

Europa |

Mit Schreiben vom 18.12.2012 hat die Europäische Kommission München Herrn Landrat Petrauschke darüber informiert, dass der Antrag auf Fortführung des Europainformationszentrums Mittlerer Niederrhein für die neue Förderperiode bewilligt wurde. Damit wird mit der Rhein-Kreis Neuss in den Jahren 2013 bis 2017 weiterhin Träger des im Kreishaus Neuss angesiedelten Europe Direct Informationszentrums Mittlerer Niederrhein sein und Ansprechpartner und Beratungsstelle für alle Fragen rund um Europa und die Europäische Integration sein. Im Rahmen des Schreibens teilte die Europäische Kommission zugleich mit, dass der Rhein-Kreis Neuss für die Durchführung des Arbeitsprogramm 2013 einen Zuschuss in Höhe von 25.000 Euro erhält.

Der Rhein-Kreis Neuss ist seit Beginn der 1. Förderperiode im Jahre 2005 Träger des Europe Direct Informationszentrums Mittlerer Niederrhein und damit Mitglied im deutschlandweiten Netzwerk, das mit der neuen Förderphase insgesamt 55 Mitglieder zählt. Das Europainformationszentrum ist nicht nur für die kreisangehörigen Städte und Gemeinden zuständig, sondern darüber hinaus für die umliegenden Städte Mönchengladbach und Krefeld und die Kreise Viersen, Wesel und den Rhein-Erft-Kreis. Als neues Mitglied ist seit dem 01.01.2013 die Stadt Düsseldorf dazu gekommen.

Das Europe Direct Informationszentrum Mittlerer Niederrhein hat seinen Sitz im Kreishaus Neuss und versteht sich als Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger in der Region zu Fragen wie zu den Unionsbürger- und Verbraucherrechten, zu EU-Politiken, EU-Finanzhilfen, zu aktuellen EU-Rechts- und Politikentwicklungen wie die Wirtschafts- und Währungsunion oder den Vertrag von Lissabon mit seinen neuen bürgerfreundlichen Regelungen. Gleichzeitig bündelt das Europe Direct Zentrum für seine Mitglieder die Bearbeitung europäischer Angelegenheiten von strategischer Bedeutung und bietet z.B. die Informationsvermittlung zu regionalen EU-Förderhilfen oder die Organisation und Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen zu aktuellen EU-Themen an (z.B. Europatag).

Anlässlich der Bekanntgabe der neuen Generation der Europe Direct Zentren in Deutschland sagte Matthias Petschke, der Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland: "Die Europabüros in 55 Städten Deutschlands sollen über die EU informieren, beraten und dem Bürger direkt an seinem Wohnsitz als europäischer Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Wir wollen, dass den Menschen Rechte und Vorteile, die ihnen Europa bringt, bewusst sind, damit sie diese nutzen können. Gleichzeitig wollen wir sie ermuntern, sich eine Meinung zu bilden und die EU politisch mitzugestalten".

Zu diesem Zweck unterstützt die Europäische Kommission die Europe Direct Zentren finanziell (mit einem max. jährlichen Betrag in Höhe von 25.000 Euro) und ideell durch die Bereitstellung von Informationen zu allen aktuellen EU-Rechts - und Politikentwicklungen, Informationsmaterialien und besonderen Fortbildungsangeboten. Zusätzlich lädt die Europäische Kommission regelmäßig zu regionalen, nationalen und europaweiten Treffen der Europe Direct Zentren ein und unterstützt damit den Erfahrungsaustausch innerhalb des Netzwerks.

Die 55 Europe Direct Zentren sind bei ganz unterschiedlichen Trägern angesiedelt, neben Städten und Kreisen sind diese auch bei Staatskanzleien, Regierungspräsidien, Volkshochschulen, der Europa-Union, Wirtschaftsförderungsgesellschaften und Stiftungen angesiedelt, die z.T. langjährige Erfahrung mit der Beratung zu Europathemen und mit der Organisation von Europaveranstaltungen haben. "Die Träger - egal ob eine Kommune, Landesregierung oder sonstige Stelle - bringen durch ihren finanziellen und personellen Einsatz zum Ausdruck, dass ihnen die Bereitstellung von Informationen zu Europa ein wichtiges Anliegen ist. Diesem praktischen Engagement für Europa gilt meine Wertschätzung und mein besondere Dank!" sagte Herr Petschke.