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Europäische Union erhält diesjährigen Friedensnobelpreis (Live-Übertragung)

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Die Europäische Union hat am 12. Oktober 2012 den diesjährigen Friedensnobelpreis zugesprochen bekommen. Bei der Verkündung sagte der Vorsitzende des Friedensnobelpreis-Komitees, Thorbjorn Jagland, die Union und ihre Vorgänger hätten über sechs Jahrzehnte zur Förderung von Frieden und Versöhnung beigetragen. "Wir wollen den Blick auf das lenken, was die EU in den letzten Jahrzehenten erreicht hat. Aber wir sehen auch, dass Extremismus und Nationalismus wieder auf dem Vormarsch sind. Der Preis ist ein Signal, dass das Erreichte gesichert werden muss" (zitiert aus der Rheinischen Post vom 13.10.2012).

Zu der Verleihung erklärte der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, "Das ist eine große Ehre für die 500 Millionen europäischen Bürger, für alle Mitgliedstaaten und die europäischen Institutionen. Es ist eine berechtigte Anerkennung für ein einzigartiges Projekt, das zum Wohle seiner Bürger und der Welt beiträgt". In diesem Zusammenhang verwies Barroso darauf, dass die europäische Integration von Anfang an ein Friedensprojekt gewesen sei. Weiter führte der Kommissionspräsident aus: "Die Verleihung durch das Nobel-Komitee am heutigen Tag zeigt, dass die Europäische Union in dieser schwierigen Zeit eine Inspiration für Länder und Menschen weltweit bleibt und dass die internationale Gemeinschaft eine starke Europäische Union braucht. Das Friedensnobelpreis-Komitee und die internationale Gemeinschaft senden die wichtige Botschaft an Europa, dass die Europäische Union etwas Wertvolles ist und wir sie zum Wohle ihrer Bürger und der Welt schätzen sollten".

Der für den Energiebereich zuständige Kommissar, Günther Oettinger, sagte: "Der Preis zeigt: Europa ist eine Friedensunion und nicht nur ein Wirtschaftsraum. Das Nobelpreis-Komitee zeichnet damit insbesondere die friedliche Erweiterung der EU nach Mittel- und Osteuropa aus und die Stabilität, die dieser Prozess unserem Kontinent gebracht hat. Dieser Preis verpflichtet uns auch, uns für Frieden und Sicherheit in Europas direkter Nachbarschaft und in anderen Weltregionen einzusetzen, z.B. in Nordafrika und im Nahen Osten".

Quelle und weitere Informationen:

EU-Aktuell der Europäischen Kommission in Deutschland, Rheinische Post vom 13.10.2012 und Europa NEWS Nr. 10 vom 17.10.2012 des Deutschen Städtetages.