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Europarat und Europäische Union feierten gemeinsam den Tag der Sprachen

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Am 26. September 2012 haben der Europarat (eigenständige europäische Organisation mit 47 Mitgliedsländern, nicht zu verwechseln mit der Europäischen Union) und die Europäische Union wie jedes Jahr den Tag der Sprachen gefeiert. Der Tag der Sprachen geht auf eine Initiative des Europarates aus dem Jahr 2001 zurück und wurde gemeinsam mit der Europäischen Kommission ausgerichtet; aufgrund der großen Resonanz in 45 europäischen Ländern wurde beschlossen, den Tag der Sprachen jährlich auszurichten; damit soll die bedeutende Rolle der sprachlichen Vielfalt hervor gehoben und das Sprachenlernen, unabhängig von Alter und Beruf, gefördert werden. Im vergangenen Jahr fand der Tag der Sprachen zum zehnten Mal statt.

Drei Ziele des Tags der Sprachen

  1. Der Öffentlichkeit die Bedeutung des Sprachenlernens bewusst zu machen und dafür zu sorgen, dass mehr verschiedene Sprachen gelernt werden, um so Mehrsprachigkeit und interkulturelles Verständnis zu fördern,
  2. die sprachliche und kulturelle Vielfalt Europas zu fördern, die es zu erhalten und zu pflegen gilt,
  3. lebenslanges Sprachenlernen in und außerhalb der Schule zu fördern, sei es für Studien- oder berufliche Zwecke, aus Gründen der Mobilität oder aus Freude und für den Austausch

Mit dem Tag der Sprachen verbinden beide Organisationen, dass dieser durch die Politik, in der Öffentlichkeit (zwecks Bewusstseinsbildung zur Bedeutung lebenslangen Sprachenlernens) und im ehrenamtlichen Bereich durch besondere Aktivitäten und Angebote begangen wird, um deutlich zu machen, wie wichtig das Erlernen von Sprachen in allen Phasen des Lebens ist. 

In diesem Jahr fanden wiederum in vielen europäischen Ländern spezielle Aktionen, wie z.B. Vorträge, Lesungen und Sprachkurse statt, um die große Bedeutung des Sprachenlernens deutlich zu machen.

Anlässlich des diesjährigen Tags der Sprachen sagte die für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend zuständige EU-Kommissarin, Androulla Vassiliou, "Der Tag, an dem Europa aufhört, all seine vielen Sprachen zu sprechen, ist auch der Tag, an dem Europa - als Idee, als Projekt - aufhört zu existieren. Zu den grundlegenden Zielen der EU zählt es, gemeinsam auf eine bessere Gesellschaft hinzuarbeiten und dabei unsere Unterschiede voll und ganz zu respektieren. Wenn wir uns nicht länger die Mühe machen, die Sprachen unserer Nachbarn zu erlernen, ist es auch weniger wahrscheinlich, dass wir ihre Ängste und Sorgen verstehen".

Zum Verständnis: In der Europäischen Union wird eine Vielzahl von Sprachen gesprochen, es gibt 23 sog. Amtssprachen, das sind die offiziell anerkannten Sprachen der 27 EU-Mitgliedsländer (die auf EU-Treffen auch vertreten sind, d.h. übersetzt werden), mit dem Beitritt von Kroatien am 01. Juli 2012 werden es dann 24 Sprachen, außerdem gibt es 60 Regional- und Minderheitssprachen und über 175 Migrantensprachen.