Visum in einem Reisepass
© Thinkstock, 479281526 | Volle Größe

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Elektronischer Aufenthaltstitel

Ab dem 1. September 2011 können Aufenthaltserlaubnisse nicht mehr in der bisherigen Form ausgestellt werden. Das bisherige Verfahren, bei dem Klebeetiketten erstellt und in den Nationalpass eingebracht wurden, steht nicht mehr zur Verfügung. Es müssen Ihre persönlichen Daten aufgenommen und Fingerabdrucke erstellt sowie ein biometrietaugliches Foto in das Verfahren eingestellt werden. Ebenso ist Ihre Unterschrift erforderlich. Die Daten werden dann an die Bundesdruckerei in Berlin übermittelt und dort wird der Aufenthaltstitel erstellt und an die Ausländerbehörde versandt. Sie selbst erhalten ebenfalls eine Benachrichtigung. Das Verfahren von der Antragstellung bis zur Aushändigung wird etwa sechs bis acht Wochen dauern. Achten Sie bitte darauf, dass Sie rechtzeitig, also etwa drei Monate vor Ablauf des Aufenthaltstitels oder des Nationalpasses bzw. Personalausweises die Verlängerung beantragen.  Sie müssen für den Antrag persönliche vorsprechen. Das gilt auch für Kinder ab dem 6. Lebensjahr.

Elektronische Aufenthaltstitel werden erstellt für

  • Aufenthaltserlaubnisse
  • Niederlassungserlaubnisse
  • Aufenthaltskarten für Angehörige von EU-Bürgern, die selbst nicht EU-Bürger sind
  • Erlaubnisse zum Daueraufenthalt EG
  • Blaue Karte EU

Mit solchen Aufenthaltstiteln ist die elektronische Identifizierung - eID - verbunden. Sie können sich künftig über den Aufenthaltstitel und mit einem Zusatzgerät an Ihrem PC im Dienstleistungsverkehr identifizieren. Auch bei anderen Behörden und Einrichtungen wird zukünftig eine persönliche Identifizierung über den Aufenthaltstitel möglich sein. Einzelheiten des Verfahrens werden Ihnen bei Antragstellung erklärt und Sie erhalten auch weiteres Informationsmaterial. Wenn Sie die eID-Funktion nicht nutzen wollen, kann das hier festgelegt (ausgeschaltet) werden, wenn Sie den Aufenthaltstitel abholen. Nähere Informationen stellt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg zur Verfügung.
Die bisherigen Aufenthaltstitel bleiben bis zum Ablauf des dort festgesetzten Datums gültig.

Unbefristete Aufenthaltserlaubnisse, Aufenthaltsberechtigungen und Niederlassungserlaubnisse bleiben bis längstens 30.04.2021 gültig und müssen vorher erst neu erteilt werden, wenn ein neuer Pass oder Personalausweis ausgestellt wird.

Für die Übergangszeit zwischen Antragstellung und Ausstellung des Aufenthaltstitels kann, wenn das erforderlich ist, eine Fiktionsbescheinigung ausgestellt werden. Mit einer solchen Bescheinigung können Antragstellerinnen und Antragsteller sich dann legitimieren.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge stellt in einem separaten Informationsportal zusätzliche Informationen zur Verfügung.