Genf - 26.11.2009. Die Impfungen gegen die Schweinegrippe rufen nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine anormalen Reaktionen hervor. Hautrötungen etwa seien normal. In Deutschland waren laut dpa bislang 451 Verdachtsfälle von Impfreaktionen gemeldet worden, darunter zehn Todesfälle. Einen ursächlichen Zusammenhang mit dem Impfstoff gebe es allerdings nicht.
Die Gefahr sich bei Veranstaltungen mit größeren Menschenmengen durch Tröpfcheninfektionen (Husten, Niesen einer infizierten Person) mit Viren anzustecken ist, in Zeiten einer sich rasch ausbreitenden Influenza, naturgemäß erhöht.
Neben der klassischen Tröpfcheninfektion gelangen die Viren sehr häufig aber auch durch eine Schmierinfektion in den Körper. Diese findet fast immer mit den eigenen Händen statt.
Die Influenzaviren gelangen durch Gesichtskontakt mit den virusbehafteten Händen über die Schleimhäute der Augen- und Atemwege in den Körper. Deshalb ist die persönliche Hygiene, häufiges Händewaschen und das Vermeiden sich ins Gesicht zu fassen, besonders wichtig. Auch wenn es schwer fällt: Das „Bützchen“ im Karneval ist in Zeiten der Grippe nicht ratsam.
Nach dem "Impfgipfel" am 11. November 2009 in Berlin haben sich Bund und Länder darauf verständigt, rund 150.000 Extra-Dosen eines verträglicheren Impfstoffes für Schwangere bei den ausliefernden Firmen zu bestellen.
Der Impfstoff enthalte nicht die umstrittenen Wirkverstärker von Pandemrix. Der Extra-Impfstoff soll nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums im Dezember zur Verfügung stehen.
Bei aller Aufmerksamkeit für die Schweinegrippe sollte indes die Gefahr durch die saisonale Grippe nicht außer Acht gelassen werden, rät Dr. Michael Dörr, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. Hieran sterben hierzulande nach Schätzung des Robert-Koch-Institutes jährlich 8.000 bis 11.000 Menschen. Es ist möglich, sich - am besten zeitlich versetzt - gegen beide Krankheiten vorsorglich impfen zu lassen.