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Gesundheit, Schweinegrippe

Häufig gestellte Fragen

Der Fragenkatalog wurde von den führenden Seiten zum Thema Neue Grippe übernommen (siehe Linkliste am Ende der Seite). Klicken Sie auf eine Frage, so dass die dazugehörige Antwort eingeblendet wird.

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Wie wird die Schweinegrippe übertragen?

Mit Neuer Grippe ("Schweinegrippe") steckt man sich vor allem über eine so genannte Tröpfcheninfektion an: Die Viren werden beim Küssen, Niesen, Husten oder Sprechen direkt von Mensch zu Mensch übertragen. Die virenhaltigen Tröpfchen bleiben aber auch an Oberflächen wie Türklinken oder auch benutzten Taschentüchern haften. Sie gelangen dann über die Hände in Mund, Nase oder Augen.

Wie kann man eine Ansteckung vermeiden?

Schon die Einhaltung einfachster Hygieneregeln hat beim Schutz vor Ansteckung mit Viren eine große Wirkung:

  • Waschen Sie sich mehrmals am Tag eine halbe Minute lang mit Seife die Hände, auch zwischen den Fingern.
  • Halten Sie die Hände vom Gesicht fern.
  • Husten und niesen Sie in die Armbeuge, nicht in die Hand.
  • Halten Sie Abstand, wenn möglich zwei Meter zum Gegenüber, und verzichten Sie auf Händeschütteln.

Erkältung, saisonalen Grippe (Wintergrippe) oder Schweinegrippe?

Die Symptome der Schweinegrippe werden ähnlich der jährlichen Grippe im Winter beschrieben: Plötzlicher Krankheitsbeginn mit Fieber, Husten, allgemeinem Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Einige Menschen, die sich mit der Neuen Grippe angesteckt hatten, berichteten auch über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Von der jährlichen und der Neuen Grippe grundsätzlich zu unterscheiden ist die normale Erkältung, bei der die Symptome meist langsam über mehrere Tage einsetzen. Oft beginnend mit Schnupfen, dann folgt Husten und unter Umständen Fieber.

Zuverlässig kann die Schweinegrippe nur durch einen Labortest nachgewiesen werden.

Was tun bei Verdacht auf Schweinegrippe?

Bei Verdacht auf Neue Grippe, stimmen Sie das weitere Vorgehen mit einem Arzt ab. Der Arzt sollte telefonisch auf den Verdacht hingewiesen werden, unter anderem um zu verhindern, dass man im Wartezimmer andere Personen ansteckt. Auf dem Weg zur Praxis sollte Kontakt zu anderen Menschen soweit möglich vermieden werden. Beachten Sie die allgemeinen Hygieneregeln.

Wann werden Schulen geschlossen?

Infolge der nicht mehr zu steuerenden epidemiologischen Ausbreitung der Neuen Influenza werden seitens des Gesundheitsamtes prinzipiell keine Gemeinschaftseinrichtungen mehr geschlossen. Davon unabhängig kann die Schulleitung aus nicht infektiologischen Gründen in eigener Regie entsprechende Anweisungen treffen.

Kann ein Kind vorsorglich zu Hause bleiben, wenn es in der Schule Krankheitsfälle gibt?

Nein. Das liegt nicht im Ermessen der Eltern. Für alle Kinder gilt die Schulpflicht, solange die Schulleitung oder die zuständigen Behörden keine anderen Regelungen treffen.

Was, wenn der Arzt eine Infektion bestätigt?

Befolgen Sie die Hinweise Ihres Arztes. Bleiben Sie zuhause und kurieren Sie sich aus. Vermeiden Sie den engen Kontakt zu anderen. Halten Sie sich nach Möglichkeit in einem separaten Raum auf und lüften Sie regelmäßig. Beachten Sie die allgemeinen Hygieneregeln.

Wie gefährlich ist die Schweinegrippe?

Bislang verläuft die Krankheit meist relativ mild, aber es gab in besonders betroffenen Ländern auch schon schwere Verläufe und Todesfälle. Mit steigenden Erkrankungszahlen erhöht sich auch in Deutschland die Wahrscheinlichkeit schwerer Verläufe. Außerdem könnte sich die krankmachende Wirkung des Virus durch Veränderungen im Erbgut verstärken.

Wann kann ein erkrankter Schüler die Schule wieder besuchen?

Dies muss im Wesentlichen der Kinderarzt entscheiden. Aus infektiologischer Sicht sind keine Fristen mehr einzuhalten.

Ist man nach einer Erkrankung immun?

Ganz sicher lässt sich das derzeit nicht sagen. Prinzipiell ist man nach einer Erkrankung gegen das Virus immun. Allerdings können sich Grippeviren mit der Zeit verändern, so dass das Risiko einer zweiten Ansteckung bestehen kann.

Ist eine Impfung sinnvoll?

Die Impfung gehört zu den wichtigsten und effektivsten Schutzmaßnahmen gegen die Neue Grippe. Schützen Sie sich, wenn Sie zu den Personen gehören, für die eine Impfung empfohlen ist.

Wer wird geimpft und für wen ist es besonders wichtig?

Jeder, der gemipft werden will, kann geimpft werden. Da der Impfstoff erst nach und nach zur Verfügung steht, sollten drei Gruppen vorrangig geimpft werden: Menschen ab 6 Monaten mit chronischen Erkrankungen oder anderen schweren Erkrankungen, Schwangere und sogenanntes Schlüsselpersonal (Beschäftigte im Gesundheitswesen, Polizei, Feuerwehr).

Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder mit chronischen Vorerkrankungen (z.B. Asthma oder Zuckerkrankheit) ist eine Impfung besonders wichtig, da sie gefährdet sind bei einer Infektion schwere Krankheitsverläufe oder Komplikationen zu entwickeln.

Auch Schwangere ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel gehören zu einer Risikogruppe für die die Impfung empfohlen wird. Das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs steigt mit der Dauer einer Schwangerschaft an. Die STIKO empfiehlt Schwangere bis zum Vorliegen weiterer Daten mit einem Impfstoff ohne Wirkverstärker zu impfen. Die STIKO weist darauf hin, dass die Impfung nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung gemeinsam mit einem Arzt vorgenommen werden sollte.

Medizinisches Personal ist auf Grund des engen Kontaktes zu Patienten einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Durch die Impfung schützen diese Personen nicht nur ihre eigene Gesundheit und die der eigenen Familie, sondern auch die Gesundheit ihrer Patienten. Über die STIKO-Empfehlung hinaus ist die Impfung gegen die Neue Grippe auch für Mitarbeiter von Einrichtungen vorgesehen, die zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens wichtig sind. Das betrifft vor allem Mitarbeiter der Polizei und der Feuerwehr.

Ist der Impfstoff sicher?

Ja. Der Impfstoff Pandemrix wurde wie jedes Arzneimittel in Deutschland nach dem Arzneimittelgesetz geprüft. Die Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit sind wissenschaftlich nachgewiesen worden.

Können Nebenwirkungen auftreten?

Wie bei jeder Impfung kann der Körper mit leichten Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen oder leichtem Fieber auf die Impfung reagieren. Diese zeigen, dass das Immunsystem anfängt zu arbeiten. Durch die Verstärker­substanzen im Impfstoff können die Symptome bei manchen Menschen stärker ausgeprägt sein.

Das Paul-Ehrlich-Institut dokumentiert sog. Verdachtsfallberichte von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen hier.

Wo wird geimpft?

Eine Liste der Impfstellen im Rhein-Kreis Neuss finden Sie hier.

Können auch Säuglinge geimpft werden?

Der Impfstoff ist für Kinder unter sechs Monaten nicht zugelassen. Zu ihrem Schutz ist es deshalb sinnvoll, dass die allgemeinen Hygiene-Empfehlungen eingehalten werden. Man geht davon aus, dass der Immunschutz der Mutter dem Neugeborenen "mitgegeben" wird, wenn die Mutter geimpft wurde.

Wer darf nicht gegen Neue Influenza geimpft werden?

Wer an einer akuten, behandlungsdürftigen Krankheit mit Fieber (≥ 38,5°C) leidet, sollte nicht geimpft werden. Die Impfung sollte dann zum frühest möglichen Zeitpunkt nachgeholt werden.

Personen, bei denen es früher bereits zu lebensbedrohlichen Reaktionen (anaphylaktisch) auf einen der Bestandteile des Impfstoffes oder auf in Spuren enthaltene Restbestandteile (Eier- und Hühnerprotein, Ovalbumin, Formaldehyd, Gentamicinsulfat und Natriumdeoxycholat) gekommen ist, dürfen nicht mit dem in Deutschland erhältlichen H1N1-Impfstoff Pandemrix® geimpft werden.

Bei Personen mit einer bekannten Überempfindlichkeit (andere als anaphylaktische Reaktionen) gegen einen der Bestandteile des Impfstoffes oder auf in Spuren enthaltene Restbestandteile (Eier- und Hühnerprotein, Ovalbumin, Formaldehyd, Gentamicinsulfat und Natriumdeoxycholat) sollte der Impfstoff nur mit Vorsicht angewendet werden.

Schützt die Impfung gegen die Schweinegrippe auch gegen die saisonale Grippe?

Nein. Da die saisonale Grippe ("Wintergrippe") von anderen Grippeviren ausgelöst wird, ist eine eigene Impfung erforderlich. Umgekehrt genau so: Eine Impfung gegen die Wintergrippe schützt nach aktuellem Kenntnisstand nicht gegen Schweinegrippe.

Welche Grippe-Impfung ist wichtiger?

Die bisherigen Erkenntnisse zeigen, dass eine Impfung gegen die Schweinegrippe für Kinder und jüngere Menschen wichtiger ist, da vor allem diese von Ansteckung und schweren Krankheitsverläufen betroffen sind. Personen über 60 Jahre scheinen über eine gewisse Grundimmunität zu verfügen. Dafür haben Menschen über 60 Jahre bei der saisonalen Grippe ein deutlich höheres Risiko für schwere Krankheitsverläufe.

Kann man gleichzeitig gegen saisonale und Schweinegrippe geimpft werden?

Die Fachinformation des pandemischen Impfstoffs Pandemrix schließt eine gleichzeitige Gabe nicht aus (bitte Fachinformation des jeweiligen Impfstoffes beachten). Wenn eine gleichzeitige Verimpfung der Impfstoffe in Betracht gezogen wird, so sollte diese an unterschiedlichen Injektionsstellen erfolgen (z.B. linker und rechter Oberarm). Lediglich in juristischer Hinsicht kann sich ein Problem ergeben, da man nachher nicht weiß, ob evtl. systemische Nebenwirkungen auf die eine oder andere Impfung zurückzuführen sind.

Ist die Impfung freiwillig?

Ja. Die Impfung wird ausschließlich auf freiwilliger Basis angeboten, Zwangsimpfungen sind nicht vorgesehen. Eltern können für ihre Kinder frei entscheiden, ob diese eine Impfung erhalten sollen.

Muss man für die Impfung bezahlen?

Nein. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen.

Sollte man auf den Verzehr von Schweinefleisch verzichten?

Nein. Der Verzehr von Schweinefleisch ist unbedenklich.

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© 2010 Rhein Kreis Neuss, Letzte Aktualisierung: 17.11.2009


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