Zu sehen ist eine Hand, die Klavier spielt.
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Inhalt

Konzert-Lesung

Datum
Uhrzeit
Ort
Kreismuseum Zons
Schloßstraße 1
41541 Dormagen (Zons)
Preis
Eintritt inkl. Begrüßungsgetränk: 18,00 €
Schlagworte
Kultur, Konzerte

"Die Tränen, die auf die Tasten fallen sollten, haben deinen Brief benetzt."

  • Prof. Dr. Ute Büchter-Römer, Konzept und Rezitation
  • Nadja Bulatovic, Klavier

"Die Tränen, die auf die Tasten fallen sollten, haben Deinen Brief benetzt." So schreibt Frédéric Chopin an seinen Freund Jan Matuszynski nach Polen. Und er fährt fort: "Ich hatte solche Sehnsucht nach Deiner Handschrift....!" In seinen Polonaisen und Nocturnes drückt Chopin seine Sehnsucht nach der Heimat aus, die er verließ, um sich auf Konzertreise zu begeben, dann aber, bedingt durch die politischen Verhältnisse in Polen, nicht mehr in sein Heimatland zurückkehrte.

Die Emigranten, die in Buenos Aires strandeten, erfanden den Tango, Lebenssehnsucht und Melancholie; Heinrich Heine dichtete aus seiner "Matratzengruft" in Paris sein "Deutschland - Ein Wintermärchen"; Alma Mahler-Werfel ging mit Franz Werfel ins Exil; Sergej Rachmaninow verließ Russland und kehrte nie wieder zurück, im Unterschied zu Sergej Prokofjew, der es in der Fremde nicht mehr aushielt, ins Russland Stalins zurückkehrte. Thomas Mann schrieb im Exil in Kalifornien: "Wo ich bin ist Deutschland!" Was meinte er?

Sie alle verband die Sehnsucht nach dem "Zuhause", das sie freiwillig oder gezwungen, verließen, trotz aller neuen Lebensperspektive.

Reservierung

Unter 02133/53020.

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